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	<title>Archiv - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0122_-_Die_J%C3%A4ger-Gedenkst%C3%A4tte_in_Hatzfeld_erhielt_eine_Schenkung&amp;diff=13876</id>
		<title>ART:0122 - Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung</title>
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		<updated>2015-04-06T13:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Gross&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Karl-Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neuland&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Salzburg&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 25&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 13&lt;br /&gt;
 |Datum               = 22.07.1972&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am langgestreckten niederen und weißgetünchten Zwerchgiebel des von der Haupt- in die Kreuzgasse einmündenden Eckhauses ist eine schlichte Tafel angebracht. Hier befindet sich die [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Die Ausstellungsräume selbst liegen in einem Hofgebäude, in das man durch ein kleineres Holzportal mit einem relativ engen Korridor von der Kreuzgasse her gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gedenkstätte]] weist keine großen Ausmaße auf und besteht aus zwei Räumen: dem großen Ausstellungssaal mit den nach Süden gerichteten Doppelfenstern und einem kleineren Vorraum. Wohl hätte dem Meister eine weit größere Ehrung nach seinem Tod – wenn schon nicht zu Lebzeiten – zuteil werden können. Doch kam die Wahl der Räume nicht von ungefähr, da eben an diesem Ort der Maler jahrzehntelang täglich gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] errichtete diese Werkstätte vermutlich, in den zwanziger Jahren in der ursprünglich sogenannten 5-Kronen-Schule, in der die schwäbische Jugend zur Zeit der Monarchie 5 Kronen zahlte, um die ungarische Sprache zu erlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kleinen Vorraum des Ateliers stand das kleingehackte Brennholz; das ehemalige große Klassenzimmer war durch eine provisorische Zwischenwand zweigeteilt. Der rückwärtige Raum diente dem Künstler als eigentlicher Arbeitsraum, zu dem ein gewöhnlich Sterblicher nur selten Zutritt erhielt. Heute sind hier die Jäger-Bilder ausgestellt. Gönner und Förderer haben in diesen Räumen Zeitdokumente, Bilder, Skizzen, persönliche Gebrauchsgegenstände u. a. zusammengetragen und ausgestellt. Seit 1969, dem Gründungsjahr der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]], wurde diese zur ständigen Ausstellung erklärte Stätte zweimal vollkommen und ebenso oft teilweise mit Leihbildern aus dem Privatbesitz der [[Jimbolia|Hatzfelder]] bzw. aus dem Besitz des [[Banater Museum|Temescher Museums]] erneuert. Auch das monumentale Werk des Meisters wird hier aufbewahrt – das dreiteilige Einwanderungsbild. Das rund 7,5 Quadratmeter messende Meisterwerk befindet sich an der Stirnwand des großen Ausstellungssaales und nimmt den eintretenden Beschauer sofort gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den alabasterfarbenen Seitenwänden sind Öl- und Aquarellbilder angebracht. In der linken vorderen Zimmerecke sind einige Möbelstücke – Kleiderschrank, Tisch, Lehnstuhl u. a. – aufgebaut. Außerdem liegen in Glasvitrinen Gebrauchsgegenstände des Künstlers. An diesem Teil der Wand hängt bloß ein einziges Bild, das von [[Stefan Jäger|Jäger]] gemalte Porträt seiner [[Magdalena Schuller|Mutter]]. Mit gutmütigen Zügen und freundlichen Augen blickt uns die weißhaarige Frau ins Angesicht.&lt;br /&gt;
Die aus Nussholz geschnitzte [[Peter Berberich|Büste]] des Meisters und noch einige andere Gegenstände bilden den zeitweiligen Besitz der [[Gedenkstätte]]. Dieser mehr als bescheidenen Einrichtung der [[Gedenkstätte]] hat unlängst [[Maria Jäger]] eine Schenkung gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können es der [[Maria Jäger|Nichte]] des Künstlers nicht hoch genug anrechnen, dass sie unseren Bestrebungen soviel Wohlwollen entgegenbringt und der [[Gedenkstätte]] 75 [[Skizzen]], [[Studien]] und [[Entwürfe]] aus dem Nachlass [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] schenkungsurkundlich überlassen hat. Dadurch wurde ein bedeutender Schritt zur Ausweitung und Aufrechterhaltung der [[Gedenkstätte]] getan, und es konnten weitere bleibende Ausstellungsstücke zu dem bereits Vorhandenen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 75 Handzeichnungen und Studien, wenn auch meist auf zerschlissenen Papierstücken ausgeführt, sind für uns keine „wertlosen“ Blätter – wie sich leider auch manche sogenannte Kunstkenner äußern, sondern stellen eine wahre Dokumentation über Sitten, Bräuche, Trachten und Vorkommnisse aus dem Leben und Wirken des hier seit zwei Jahrhunderten siedelnden schwäbischen Volksstammes dar. Die mit Pinsel und Farbe, Bleistift und Tuschfeder hergestellten „Aufzeichnungen“ des Künstlers sind ein unumstößlicher Beweis für die innere Verbundenheit des schaffenden Künstlers mit seinen Menschen und „Modellen“, die er häufig ohne jedwelche Mittelbarkeit aus ihrem naturgebundenen Wirkungsbereich, dem schwäbischen Milieu, entnommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon diese wenigen Blätter – von denen an die 200 im [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] aufliegen (leider hat man auch diese den breiten Kreisen noch nicht zugänglich gemacht, und es wäre eine lobenswerte Aktion, diese durch ständige oder zeitweilige Ausstellungen der Öffentlichkeil näher zu bringen) und noch mehr in den Privatbesitz verschiedener Personen übergegangen sind – ermöglichen es uns, wertvolle Schlüsse auf den Menschen, Künstler und sein Werk zu ziehen. Es sind dies Blätter, wenn auch lose und nicht eingeheftet, so dennoch vom „lesenden&amp;quot; Auge zu einem Sammelband zusammengefügt, den [[Stefan Jäger|Jäger]] meist auf Wanderung von Ort zu Ort und nur begrenzt in seiner Werkstätte „geschrieben&amp;quot; hat. Ist es doch bekannt, dass er mit dem Bürgerschullehrer [[Böß]], seinem nächsten Freund, zahlreiche Fußmärsche nach [[Lenauheim]], [[Grabaț|Grabatz]], [[Comloșu Mic|Ostern]], [[Bulgăruș|Bogarosch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]] u. a. Heidedörfer unternommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende dreiviertelhundert an Skizzen ist in den [[Jimbolia|Hatzfelder]] Jahren (1910 bis 1962) vor oder nach der Heimkehr des Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges, [[Stefan Jäger|Jäger]], entstanden und zeugt davon, dass der wanderfreudige Künstler weit mehr Dörfer und Städte besucht und größere Entfernungen zurückgelegt hat, als eben bisher im allgemeinen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Annahme sprechen die erwähnten Skizzen und die von [[Stefan Jäger|Jäger]] daselbst eigenhändig gemachten Notierungen in und von Ortschaften ([[Gajdobra]], [[Zerne]] u.a.), die bis dahin von gleicher Staatszugehörigkeit und für den Maler leicht zugänglich waren. Ebenso ist aus einigen Aquarellskizzen mit ethnographischem Inhalt ersichtlich, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] sich über die „Grenzen“ seiner engeren Heimat hinaus bewegt hat. Derartige Aufzeichnungen führen uns nach entlegeneren Ortschaften in der Heide und den Hecken, ja selbst nach [[Siebenbürgen]]. Steht doch auf einem Kartonblatt mit einer siebenbürgischen Trachtenstudie notiert, „gesehen in Hermannstadt&amp;quot;. Ja selbst eine dalmatinische Landschaft mit den dazugehörenden Menschen in typischer Tracht, die Männer mit rotem Fez und Hüfttuch angetan, finden sich unter den 75 Jäger-Skizzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger|Jäger]] war nicht nur ein eifriger Wanderer, sondern er war vor allem ein naturbegeisterter, naturliebender, aufmerksamer Beobachter, dessen geistiges Auge das Geschehen empfing, das er zu einem seelischen Erlebnis verarbeitet und das sodann auf dem Maltuch seinen Niederschlag fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Skizzen lassen sich schon bei einer Durchsicht als Entwürfe oder Studien für spätere Arbeiten in Öl, Aquarell oder deckende Wasserfarben erkennen. Derartige Vorarbeiten stellen auch die [[„Kartenspieler&amp;quot;]] dar, um nur eine Skizze von den 75 zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf typische Gestalten – Handwerker, Bauern und „Herrische&amp;quot; – sitzen um den ebenso typischen „Wertshaustisch&amp;quot; in der Dorfschenke und widmen sich mit ganzer Hingabe dem Kartenspiel, was an den Gesichtern und dem ganzen Gehabe der Beteiligten zu erkennen ist. Das gesamte Geschehen atmet reinste Atmosphäre aus dem dörflichen Leben und Treiben. Es ist, als würde man förmlich den „Tromp&amp;quot;, die „Aichl&amp;quot; oder &amp;quot;As&amp;quot;, in der schwieligen Bauernfaust verspüren. Dort sitzt auch der „Giwitz-halt's-Maul“ und sieht dem Treiben zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann mit Gewissheit angenommen werden, dass diese Szene vom Künstler miterlebt, vielleicht von einem stillen Winkel aus mitangesehen wurde. Ist es doch bekannt, dass [[Stefan Jäger]] auf seinen Heidewanderungen in die Dorfwirtschaft kam, dort saß, bei einem Gläschen Wein und einem kleinen Imbiss, bis er ausgerastet war. Gerne ließ er sich den „Bakowaer&amp;quot; munden und behielt die besuchte Gaststätte gedächtnislagernd für das nächste Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still und häufig anerkannt, kam der große Schweiger im Dorf an und ging von dannen, bedachtsam, ruhig und voller persönlichkeitsstarker Künstlerart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weniger überzeugend und typisch sind die anderen Skizzen und Studien. Die [[„Tratschbasen“]] könnte man die in Stift ausgeführten Hüftbildnisse der erwähnten Skizzenwerte betiteln. „To senn ich“, sollte man schier meinen beim Anblick dieser forschen Weiber im alltäglichen Trachtenkleid, dem „Schicksal“ auf dem Kopf und selbstsicher die Arme unterm vollen Busen verschränkt. Und die Trachtenskizzen tragen nicht selten die Aufschrift „gesehen in…“ oder die Namen der Dörfer wie [[Sânandrei|Sankt Andres]], [[Zăbrani|Guttenbrunn]], [[Giarmata|Jahrmarkt]], [[Dudeștii Noi|Neu-Beschenowa]], [[Liebling]], [[Johannisfeld]] („Frauen mit Koksle&amp;quot;), [[Frumușeni|Schöndorf]], [[Gajdobra]] (Batschka), [[Ratkovo|Parabutsch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]], [[Lenauheim]], [[Orțișoara|Orcydorf]], [[Tisa Nouă|Wiesenheid]], [[Nițchidorf|Nitzkydorf]], [[Tomnatic|Triebswetter]], [[Mașloc|Blumenthal]] und [[Lovrin|Lowrin]]. Wieder andere Handzeichnungen zeigen nahezu futuristische Bewegungsformen, wie sie ein Carrá nicht besser hervorgebracht haben kann – so die Linien- und Bewegungsstudien zu den tanzenden Paaren oder dem pflügenden Bauer an der Kehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorfbarbier ist in drei verschiedenen Stellungen skizziert, mit der Messingseifendose in der Hand, wie er sie hält und den abgeschabten Seifenschaum herausschlenkert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur die obenerwähnten Handzeichnungen, sondern noch einige mit dem Bleistift oder Pinsel ausgeführte Studien und Beobachtungen zeugen von der Hingabe des Meisters, vom Mitleben und Miterleben ungezählter Situationen des dörflich-bäuerlichen Geschehens, das er mit vollen Zügen in sich aufnahm und daraus das künstlerische Werk gebar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts scheint mir wesentlicher als zu erwähnen, dass der Maler [[Stefan Jäger]] ein volksverbundener Künstler war, dessen Werk in und mit uns weiterleben wird, so lange wir uns dessen als würdig erweisen. Und das, nicht zuletzt auch durch den Fortbestand der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Diese zu erhalten, hängt von unser aller Bestrebungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skizzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sankt Andres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guttenbrunn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahrmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neu-Beschenowa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannisfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöndorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lenauheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orczydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiesenhaid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nitzkydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triebswetter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blumenthal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lovrin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bogarosch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannisfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gajdobra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paraputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]][[Kategorie:]][[Kategorie:]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
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		<title>ART:0122 - Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Gross&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Karl-Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neuland&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Salzburg&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 25&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 13&lt;br /&gt;
 |Datum               = 22.07.1972&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am langgestreckten niederen und weißgetünchten Zwerchgiebel des von der Haupt- in die Kreuzgasse einmündenden Eckhauses ist eine schlichte Tafel angebracht. Hier befindet sich die [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Die Ausstellungsräume selbst liegen in einem Hofgebäude, in das man durch ein kleineres Holzportal mit einem relativ engen Korridor von der Kreuzgasse her gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gedenkstätte]] weist keine großen Ausmaße auf und besteht aus zwei Räumen: dem großen Ausstellungssaal mit den nach Süden gerichteten Doppelfenstern und einem kleineren Vorraum. Wohl hätte dem Meister eine weit größere Ehrung nach seinem Tod – wenn schon nicht zu Lebzeiten – zuteil werden können. Doch kam die Wahl der Räume nicht von ungefähr, da eben an diesem Ort der Maler jahrzehntelang täglich gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] errichtete diese Werkstätte vermutlich, in den zwanziger Jahren in der ursprünglich sogenannten 5-Kronen-Schule, in der die schwäbische Jugend zur Zeit der Monarchie 5 Kronen zahlte, um die ungarische Sprache zu erlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kleinen Vorraum des Ateliers stand das kleingehackte Brennholz; das ehemalige große Klassenzimmer war durch eine provisorische Zwischenwand zweigeteilt. Der rückwärtige Raum diente dem Künstler als eigentlicher Arbeitsraum, zu dem ein gewöhnlich Sterblicher nur selten Zutritt erhielt. Heute sind hier die Jäger-Bilder ausgestellt. Gönner und Förderer haben in diesen Räumen Zeitdokumente, Bilder, Skizzen, persönliche Gebrauchsgegenstände u. a. zusammengetragen und ausgestellt. Seit 1969, dem Gründungsjahr der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]], wurde diese zur ständigen Ausstellung erklärte Stätte zweimal vollkommen und ebenso oft teilweise mit Leihbildern aus dem Privatbesitz der [[Jimbolia|Hatzfelder]] bzw. aus dem Besitz des [[Banater Museum|Temescher Museums]] erneuert. Auch das monumentale Werk des Meisters wird hier aufbewahrt – das dreiteilige Einwanderungsbild. Das rund 7,5 Quadratmeter messende Meisterwerk befindet sich an der Stirnwand des großen Ausstellungssaales und nimmt den eintretenden Beschauer sofort gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den alabasterfarbenen Seitenwänden sind Öl- und Aquarellbilder angebracht. In der linken vorderen Zimmerecke sind einige Möbelstücke – Kleiderschrank, Tisch, Lehnstuhl u. a. – aufgebaut. Außerdem liegen in Glasvitrinen Gebrauchsgegenstände des Künstlers. An diesem Teil der Wand hängt bloß ein einziges Bild, das von [[Stefan Jäger|Jäger]] gemalte Porträt seiner [[Magdalena Schuller|Mutter]]. Mit gutmütigen Zügen und freundlichen Augen blickt uns die weißhaarige Frau ins Angesicht.&lt;br /&gt;
Die aus Nussholz geschnitzte [[Peter Berberich|Büste]] des Meisters und noch einige andere Gegenstände bilden den zeitweiligen Besitz der [[Gedenkstätte]]. Dieser mehr als bescheidenen Einrichtung der [[Gedenkstätte]] hat unlängst [[Maria Jäger]] eine Schenkung gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können es der [[Maria Jäger|Nichte]] des Künstlers nicht hoch genug anrechnen, dass sie unseren Bestrebungen soviel Wohlwollen entgegenbringt und der [[Gedenkstätte]] 75 [[Skizzen]], [[Studien]] und [[Entwürfe]] aus dem Nachlass [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] schenkungsurkundlich überlassen hat. Dadurch wurde ein bedeutender Schritt zur Ausweitung und Aufrechterhaltung der [[Gedenkstätte]] getan, und es konnten weitere bleibende Ausstellungsstücke zu dem bereits Vorhandenen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 75 Handzeichnungen und Studien, wenn auch meist auf zerschlissenen Papierstücken ausgeführt, sind für uns keine „wertlosen“ Blätter – wie sich leider auch manche sogenannte Kunstkenner äußern, sondern stellen eine wahre Dokumentation über Sitten, Bräuche, Trachten und Vorkommnisse aus dem Leben und Wirken des hier seit zwei Jahrhunderten siedelnden schwäbischen Volksstammes dar. Die mit Pinsel und Farbe, Bleistift und Tuschfeder hergestellten „Aufzeichnungen“ des Künstlers sind ein unumstößlicher Beweis für die innere Verbundenheit des schaffenden Künstlers mit seinen Menschen und „Modellen“, die er häufig ohne jedwelche Mittelbarkeit aus ihrem naturgebundenen Wirkungsbereich, dem schwäbischen Milieu, entnommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon diese wenigen Blätter – von denen an die 200 im [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] aufliegen (leider hat man auch diese den breiten Kreisen noch nicht zugänglich gemacht, und es wäre eine lobenswerte Aktion, diese durch ständige oder zeitweilige Ausstellungen der Öffentlichkeil näher zu bringen) und noch mehr in den Privatbesitz verschiedener Personen übergegangen sind – ermöglichen es uns, wertvolle Schlüsse auf den Menschen, Künstler und sein Werk zu ziehen. Es sind dies Blätter, wenn auch lose und nicht eingeheftet, so dennoch vom „lesenden&amp;quot; Auge zu einem Sammelband zusammengefügt, den [[Stefan Jäger|Jäger]] meist auf Wanderung von Ort zu Ort und nur begrenzt in seiner Werkstätte „geschrieben&amp;quot; hat. Ist es doch bekannt, dass er mit dem Bürgerschullehrer [[Böß]], seinem nächsten Freund, zahlreiche Fußmärsche nach [[Lenauheim]], [[Grabaț|Grabatz]], [[Comloșu Mic|Ostern]], [[Bulgăruș|Bogarosch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]] u. a. Heidedörfer unternommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende dreiviertelhundert an Skizzen ist in den [[Jimbolia|Hatzfelder]] Jahren (1910 bis 1962) vor oder nach der Heimkehr des Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges, [[Stefan Jäger|Jäger]], entstanden und zeugt davon, dass der wanderfreudige Künstler weit mehr Dörfer und Städte besucht und größere Entfernungen zurückgelegt hat, als eben bisher im allgemeinen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Annahme sprechen die erwähnten Skizzen und die von [[Stefan Jäger|Jäger]] daselbst eigenhändig gemachten Notierungen in und von Ortschaften ([[Gajdobra]], [[Zerne]] u.a.), die bis dahin von gleicher Staatszugehörigkeit und für den Maler leicht zugänglich waren. Ebenso ist aus einigen Aquarellskizzen mit ethnographischem Inhalt ersichtlich, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] sich über die „Grenzen“ seiner engeren Heimat hinaus bewegt hat. Derartige Aufzeichnungen führen uns nach entlegeneren Ortschaften in der Heide und den Hecken, ja selbst nach [[Siebenbürgen]]. Steht doch auf einem Kartonblatt mit einer siebenbürgischen Trachtenstudie notiert, „gesehen in Hermannstadt&amp;quot;. Ja selbst eine dalmatinische Landschaft mit den dazugehörenden Menschen in typischer Tracht, die Männer mit rotem Fez und Hüfttuch angetan, finden sich unter den 75 Jäger-Skizzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger|Jäger]] war nicht nur ein eifriger Wanderer, sondern er war vor allem ein naturbegeisterter, naturliebender, aufmerksamer Beobachter, dessen geistiges Auge das Geschehen empfing, das er zu einem seelischen Erlebnis verarbeitet und das sodann auf dem Maltuch seinen Niederschlag fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Skizzen lassen sich schon bei einer Durchsicht als Entwürfe oder Studien für spätere Arbeiten in Öl, Aquarell oder deckende Wasserfarben erkennen. Derartige Vorarbeiten stellen auch die [[„Kartenspieler&amp;quot;]] dar, um nur eine Skizze von den 75 zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf typische Gestalten – Handwerker, Bauern und „Herrische&amp;quot; – sitzen um den ebenso typischen „Wertshaustisch&amp;quot; in der Dorfschenke und widmen sich mit ganzer Hingabe dem Kartenspiel, was an den Gesichtern und dem ganzen Gehabe der Beteiligten zu erkennen ist. Das gesamte Geschehen atmet reinste Atmosphäre aus dem dörflichen Leben und Treiben. Es ist, als würde man förmlich den „Tromp&amp;quot;, die „Aichl&amp;quot; oder &amp;quot;As&amp;quot;, in der schwieligen Bauernfaust verspüren. Dort sitzt auch der „Giwitz-halt's-Maul“ und sieht dem Treiben zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann mit Gewissheit angenommen werden, dass diese Szene vom Künstler miterlebt, vielleicht von einem stillen Winkel aus mitangesehen wurde. Ist es doch bekannt, dass [[Stefan Jäger]] auf seinen Heidewanderungen in die Dorfwirtschaft kam, dort saß, bei einem Gläschen Wein und einem kleinen Imbiss, bis er ausgerastet war. Gerne ließ er sich den „Bakowaer&amp;quot; munden und behielt die besuchte Gaststätte gedächtnislagernd für das nächste Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still und häufig anerkannt, kam der große Schweiger im Dorf an und ging von dannen, bedachtsam, ruhig und voller persönlichkeitsstarker Künstlerart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weniger überzeugend und typisch sind die anderen Skizzen und Studien. Die [[„Tratschbasen“]] könnte man die in Stift ausgeführten Hüftbildnisse der erwähnten Skizzenwerte betiteln. „To senn ich“, sollte man schier meinen beim Anblick dieser forschen Weiber im alltäglichen Trachtenkleid, dem „Schicksal“ auf dem Kopf und selbstsicher die Arme unterm vollen Busen verschränkt. Und die Trachtenskizzen tragen nicht selten die Aufschrift „gesehen in…“ oder die Namen der Dörfer wie [[Sânandrei|Sankt Andres]], [[Zăbrani|Guttenbrunn]], [[Giarmata|Jahrmarkt]], [[Dudeștii Noi|Neu-Beschenowa]], [[Liebling]], [[Johannisfeld]] („Frauen mit Koksle&amp;quot;), [[Frumușeni|Schöndorf]], [[Gajdobra]] (Batschka), [[Parabutsch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]], [[Lenauheim]], [[Orțișoara|Orcydorf]], [[Tisa Nouă|Wiesenheid]], [[Nițchidorf|Nitzkydorf]], [[Tomnatic|Triebswetter]], [[Mașloc|Blumenthal]] und [[Lovrin|Lowrin]]. Wieder andere Handzeichnungen zeigen nahezu futuristische Bewegungsformen, wie sie ein Carrá nicht besser hervorgebracht haben kann – so die Linien- und Bewegungsstudien zu den tanzenden Paaren oder dem pflügenden Bauer an der Kehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorfbarbier ist in drei verschiedenen Stellungen skizziert, mit der Messingseifendose in der Hand, wie er sie hält und den abgeschabten Seifenschaum herausschlenkert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur die obenerwähnten Handzeichnungen, sondern noch einige mit dem Bleistift oder Pinsel ausgeführte Studien und Beobachtungen zeugen von der Hingabe des Meisters, vom Mitleben und Miterleben ungezählter Situationen des dörflich-bäuerlichen Geschehens, das er mit vollen Zügen in sich aufnahm und daraus das künstlerische Werk gebar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts scheint mir wesentlicher als zu erwähnen, dass der Maler [[Stefan Jäger]] ein volksverbundener Künstler war, dessen Werk in und mit uns weiterleben wird, so lange wir uns dessen als würdig erweisen. Und das, nicht zuletzt auch durch den Fortbestand der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Diese zu erhalten, hängt von unser aller Bestrebungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skizzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sankt Andres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guttenbrunn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahrmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neu-Beschenowa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannisfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöndorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lenauheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orczydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiesenhaid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nitzkydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triebswetter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blumenthal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lovrin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bogarosch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannisfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gajdobra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paraputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]][[Kategorie:]][[Kategorie:]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
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	<entry>
		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0122_-_Die_J%C3%A4ger-Gedenkst%C3%A4tte_in_Hatzfeld_erhielt_eine_Schenkung&amp;diff=13870</id>
		<title>ART:0122 - Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0122_-_Die_J%C3%A4ger-Gedenkst%C3%A4tte_in_Hatzfeld_erhielt_eine_Schenkung&amp;diff=13870"/>
		<updated>2015-04-06T12:53:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Gross&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Karl-Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Die Jäger-Gedenkstätte in Hatzfeld erhielt eine Schenkung&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neuland&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Salzburg&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 25&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 13&lt;br /&gt;
 |Datum               = 22.07.1972&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am langgestreckten niederen und weißgetünchten Zwerchgiebel des von der Haupt- in die Kreuzgasse einmündenden Eckhauses ist eine schlichte Tafel angebracht. Hier befindet sich die [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Die Ausstellungsräume selbst liegen in einem Hofgebäude, in das man durch ein kleineres Holzportal mit einem relativ engen Korridor von der Kreuzgasse her gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gedenkstätte]] weist keine großen Ausmaße auf und besteht aus zwei Räumen: dem großen Ausstellungssaal mit den nach Süden gerichteten Doppelfenstern und einem kleineren Vorraum. Wohl hätte dem Meister eine weit größere Ehrung nach seinem Tod – wenn schon nicht zu Lebzeiten – zuteil werden können. Doch kam die Wahl der Räume nicht von ungefähr, da eben an diesem Ort der Maler jahrzehntelang täglich gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] errichtete diese Werkstätte vermutlich, in den zwanziger Jahren in der ursprünglich sogenannten 5-Kronen-Schule, in der die schwäbische Jugend zur Zeit der Monarchie 5 Kronen zahlte, um die ungarische Sprache zu erlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kleinen Vorraum des Ateliers stand das kleingehackte Brennholz; das ehemalige große Klassenzimmer war durch eine provisorische Zwischenwand zweigeteilt. Der rückwärtige Raum diente dem Künstler als eigentlicher Arbeitsraum, zu dem ein gewöhnlich Sterblicher nur selten Zutritt erhielt. Heute sind hier die Jäger-Bilder ausgestellt. Gönner und Förderer haben in diesen Räumen Zeitdokumente, Bilder, Skizzen, persönliche Gebrauchsgegenstände u. a. zusammengetragen und ausgestellt. Seit 1969, dem Gründungsjahr der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]], wurde diese zur ständigen Ausstellung erklärte Stätte zweimal vollkommen und ebenso oft teilweise mit Leihbildern aus dem Privatbesitz der [[Jimbolia|Hatzfelder]] bzw. aus dem Besitz des [[Banater Museum|Temescher Museums]] erneuert. Auch das monumentale Werk des Meisters wird hier aufbewahrt – das dreiteilige Einwanderungsbild. Das rund 7,5 Quadratmeter messende Meisterwerk befindet sich an der Stirnwand des großen Ausstellungssaales und nimmt den eintretenden Beschauer sofort gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den alabasterfarbenen Seitenwänden sind Öl- und Aquarellbilder angebracht. In der linken vorderen Zimmerecke sind einige Möbelstücke – Kleiderschrank, Tisch, Lehnstuhl u. a. – aufgebaut. Außerdem liegen in Glasvitrinen Gebrauchsgegenstände des Künstlers. An diesem Teil der Wand hängt bloß ein einziges Bild, das von [[Stefan Jäger|Jäger]] gemalte Porträt seiner [[Magdalena Schuller|Mutter]]. Mit gutmütigen Zügen und freundlichen Augen blickt uns die weißhaarige Frau ins Angesicht.&lt;br /&gt;
Die aus Nussholz geschnitzte [[Peter Berberich|Büste]] des Meisters und noch einige andere Gegenstände bilden den zeitweiligen Besitz der [[Gedenkstätte]]. Dieser mehr als bescheidenen Einrichtung der [[Gedenkstätte]] hat unlängst [[Maria Jäger]] eine Schenkung gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können es der [[Maria Jäger|Nichte]] des Künstlers nicht hoch genug anrechnen, dass sie unseren Bestrebungen soviel Wohlwollen entgegenbringt und der [[Gedenkstätte]] 75 [[Skizzen]], [[Studien]] und [[Entwürfe]] aus dem Nachlass [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] schenkungsurkundlich überlassen hat. Dadurch wurde ein bedeutender Schritt zur Ausweitung und Aufrechterhaltung der [[Gedenkstätte]] getan, und es konnten weitere bleibende Ausstellungsstücke zu dem bereits Vorhandenen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 75 Handzeichnungen und Studien, wenn auch meist auf zerschlissenen Papierstücken ausgeführt, sind für uns keine „wertlosen“ Blätter – wie sich leider auch manche sogenannte Kunstkenner äußern, sondern stellen eine wahre Dokumentation über Sitten, Bräuche, Trachten und Vorkommnisse aus dem Leben und Wirken des hier seit zwei Jahrhunderten siedelnden schwäbischen Volksstammes dar. Die mit Pinsel und Farbe, Bleistift und Tuschfeder hergestellten „Aufzeichnungen“ des Künstlers sind ein unumstößlicher Beweis für die innere Verbundenheit des schaffenden Künstlers mit seinen Menschen und „Modellen“, die er häufig ohne jedwelche Mittelbarkeit aus ihrem naturgebundenen Wirkungsbereich, dem schwäbischen Milieu, entnommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon diese wenigen Blätter – von denen an die 200 im [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] aufliegen (leider hat man auch diese den breiten Kreisen noch nicht zugänglich gemacht, und es wäre eine lobenswerte Aktion, diese durch ständige oder zeitweilige Ausstellungen der Öffentlichkeil näher zu bringen) und noch mehr in den Privatbesitz verschiedener Personen übergegangen sind – ermöglichen es uns, wertvolle Schlüsse auf den Menschen, Künstler und sein Werk zu ziehen. Es sind dies Blätter, wenn auch lose und nicht eingeheftet, so dennoch vom „lesenden&amp;quot; Auge zu einem Sammelband zusammengefügt, den [[Stefan Jäger|Jäger]] meist auf Wanderung von Ort zu Ort und nur begrenzt in seiner Werkstätte „geschrieben&amp;quot; hat. Ist es doch bekannt, dass er mit dem Bürgerschullehrer [[Böß]], seinem nächsten Freund, zahlreiche Fußmärsche nach [[Lenauheim]], [[Grabatz]], [[Ostern]], [[Bogarosch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]] u. a. Heidedörfer unternommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorliegende dreiviertelhundert an Skizzen ist in den [[Jimbolia|Hatzfelder]] Jahren (1910 bis 1962) vor oder nach der Heimkehr des Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges, [[Stefan Jäger|Jäger]], entstanden und zeugt davon, dass der wanderfreudige Künstler weit mehr Dörfer und Städte besucht und größere Entfernungen zurückgelegt hat, als eben bisher im allgemeinen angenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Annahme sprechen die erwähnten Skizzen und die von [[Stefan Jäger|Jäger]] daselbst eigenhändig gemachten Notierungen in und von Ortschaften ([[Gajdobra]], [[Zerne]] u.a.), die bis dahin von gleicher Staatszugehörigkeit und für den Maler leicht zugänglich waren. Ebenso ist aus einigen Aquarellskizzen mit ethnographischem Inhalt ersichtlich, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] sich über die „Grenzen“ seiner engeren Heimat hinaus bewegt hat. Derartige Aufzeichnungen führen uns nach entlegeneren Ortschaften in der Heide und den Hecken, ja selbst nach [[Siebenbürgen]]. Steht doch auf einem Kartonblatt mit einer siebenbürgischen Trachtenstudie notiert, „gesehen in Hermannstadt&amp;quot;. Ja selbst eine dalmatinische Landschaft mit den dazugehörenden Menschen in typischer Tracht, die Männer mit rotem Fez und Hüfttuch angetan, finden sich unter den 75 Jäger-Skizzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger|Jäger]] war nicht nur ein eifriger Wanderer, sondern er war vor allem ein naturbegeisterter, naturliebender, aufmerksamer Beobachter, dessen geistiges Auge das Geschehen empfing, das er zu einem seelischen Erlebnis verarbeitet und das sodann auf dem Maltuch seinen Niederschlag fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Skizzen lassen sich schon bei einer Durchsicht als Entwürfe oder Studien für spätere Arbeiten in Öl, Aquarell oder deckende Wasserfarben erkennen. Derartige Vorarbeiten stellen auch die [[„Kartenspieler&amp;quot;]] dar, um nur eine Skizze von den 75 zu erwähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf typische Gestalten – Handwerker, Bauern und „Herrische&amp;quot; – sitzen um den ebenso typischen „Wertshaustisch&amp;quot; in der Dorfschenke und widmen sich mit ganzer Hingabe dem Kartenspiel, was an den Gesichtern und dem ganzen Gehabe der Beteiligten zu erkennen ist. Das gesamte Geschehen atmet reinste Atmosphäre aus dem dörflichen Leben und Treiben. Es ist, als würde man förmlich den „Tromp&amp;quot;, die „Aichl&amp;quot; oder &amp;quot;As&amp;quot;, in der schwieligen Bauernfaust verspüren. Dort sitzt auch der „Giwitz-halt's-Maul“ und sieht dem Treiben zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann mit Gewissheit angenommen werden, dass diese Szene vom Künstler miterlebt, vielleicht von einem stillen Winkel aus mitangesehen wurde. Ist es doch bekannt, dass [[Stefan Jäger]] auf seinen Heidewanderungen in die Dorfwirtschaft kam, dort saß, bei einem Gläschen Wein und einem kleinen Imbiss, bis er ausgerastet war. Gerne ließ er sich den „Bakowaer&amp;quot; munden und behielt die besuchte Gaststätte gedächtnislagernd für das nächste Mal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Still und häufig anerkannt, kam der große Schweiger im Dorf an und ging von dannen, bedachtsam, ruhig und voller persönlichkeitsstarker Künstlerart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weniger überzeugend und typisch sind die anderen Skizzen und Studien. Die [[„Tratschbasen“]] könnte man die in Stift ausgeführten Hüftbildnisse der erwähnten Skizzenwerte betiteln. „To senn ich“, sollte man schier meinen beim Anblick dieser forschen Weiber im alltäglichen Trachtenkleid, dem „Schicksal“ auf dem Kopf und selbstsicher die Arme unterm vollen Busen verschränkt. Und die Trachtenskizzen tragen nicht selten die Aufschrift „gesehen in…“ oder die Namen der Dörfer wie [[Sânandrei|Sankt Andres]], [[Zăbrani|Guttenbrunn]], [[Giarmata|Jahrmarkt]], [[Dudeștii Noi|Neu-Beschenowa]], [[Liebling]], [[Johannisfeld]] („Frauen mit Koksle&amp;quot;), [[Frumușeni|Schöndorf]], [[Gajdobra]] (Batschka), [[Parabutsch]], [[Cărpiniș|Gertianosch]], [[Lenauheim]], [[Orțișoara|Orcydorf]], [[Tisa Nouă|Wiesenheid]], [[Nițchidorf|Nitzkydorf]], [[Tomnatic|Triebswetter]], [[Mașloc|Blumenthal]] und [[Lovrin|Lowrin]]. Wieder andere Handzeichnungen zeigen nahezu futuristische Bewegungsformen, wie sie ein Carrá nicht besser hervorgebracht haben kann – so die Linien- und Bewegungsstudien zu den tanzenden Paaren oder dem pflügenden Bauer an der Kehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dorfbarbier ist in drei verschiedenen Stellungen skizziert, mit der Messingseifendose in der Hand, wie er sie hält und den abgeschabten Seifenschaum herausschlenkert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur die obenerwähnten Handzeichnungen, sondern noch einige mit dem Bleistift oder Pinsel ausgeführte Studien und Beobachtungen zeugen von der Hingabe des Meisters, vom Mitleben und Miterleben ungezählter Situationen des dörflich-bäuerlichen Geschehens, das er mit vollen Zügen in sich aufnahm und daraus das künstlerische Werk gebar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts scheint mir wesentlicher als zu erwähnen, dass der Maler [[Stefan Jäger]] ein volksverbundener Künstler war, dessen Werk in und mit uns weiterleben wird, so lange wir uns dessen als würdig erweisen. Und das, nicht zuletzt auch durch den Fortbestand der [[Gedenkstätte|Jäger-Gedenkstätte]]. Diese zu erhalten, hängt von unser aller Bestrebungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skizzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gertianosch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sankt Andres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guttenbrunn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahrmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neu-Beschenowa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannisfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöndorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lenauheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orczydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiesenhaid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nitzkydorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triebswetter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blumenthal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lovrin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=Gedenkst%C3%A4tte&amp;diff=13869</id>
		<title>Gedenkstätte</title>
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		<updated>2015-04-06T12:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: Die Seite wurde neu angelegt: „In den Beiträgen tauchen folgende '''Benennungen''' auf: Stefan-Jäger-Gedenkstätte, Jäger-Gedenkstätte, Jägergedenkstätte, Stefan-Jäger-Gedenkhaus, Jä…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In den Beiträgen tauchen folgende '''Benennungen''' auf: Stefan-Jäger-Gedenkstätte, Jäger-Gedenkstätte, Jägergedenkstätte, Stefan-Jäger-Gedenkhaus, Jäger-Gedenkhaus, Jäger-Museum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ehemaligen Atelier des Kunstmalers Stefan Jäger wird 1969 eine Gedenkstätte eröffnet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0132_-_Stefan_J%C3%A4ger&amp;diff=13868</id>
		<title>ART:0132 - Stefan Jäger</title>
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		<updated>2015-04-06T12:33:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Podlipny-Hehn &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Annemarie&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Variante zum Einwanderungsbild&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neue Banater Zeitung&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = NBZ - Kleine Banater Galerie&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temeswar&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 17&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 3329&lt;br /&gt;
 |Datum               = 07.08.1973&lt;br /&gt;
 |Seite               = 4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Stefan Jäger: Variante zum Einwanderungsbild (3)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Einwanderungsbild]] wird oft als das Hauptwerk [[Stefan Jäger|Stefan Jägers]] (1877 - 1962) bezeichnet, schon weil es durch seine beträchtlichen Dimensionen (5,100 x 1,450 m) das größte und figurenreichste (über 80 Personen) Werk des Malers darstellt, und vor allem weil es das populärste, durch Reproduktionen meistverbreitete Werk [[Stefan Jäger|Jägers]] ist. Es wurde von [[Stefan Jäger|Jäger]] selbst wiederholt nach Bestellungen in kleineren Dimensionen dem Original-Triptychon identisch vervielfältigt; diese Kopien können in künstlerischer Hinsicht aber nicht als gleichwertig neben das Original gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler hat das Thema der Einwanderung auch in späteren Arbeiten wieder aufgenommen und in zahlreichen Varianten gestaltet. Vorliegendes Bild ist eine der schönsten Varianten zum dritten Teil der Komposition. Es dürfte in den dreißiger Jahren entstanden sein und zählt zu den künstlerisch reifsten Werken des Heimatmalers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemälde setzt die Handlung des dritten Teiles des [[Einwanderungsbildes]] fort: es zeigt die Siedler am Bestimmungsort, vor ihrem Kolonistendorf, inmitten einer öden Sumpflandschaft. Rechts sieht man schon halbfertige Häuser, davor sitzt ein kaiserlicher Beamter an einem improvisierten Tisch, umgeben von einer Männergruppe, denen er erdgestampfte und rohrgedeckte Kolonistenhäuser zuteilt; weitere Gruppen von Ansiedlern stehen im Vordergrund und warten auf die Zuteilung. Sie sind ins Gespräch vertieft; die Beziehungen zwischen den Figuren sind gut veranschaulicht, die Personen differenziert. Auch hier ist die Gestalt der Mutter mit dem Säugling an der Brust in den Vordergrund gerückt. Mit besonderer Liebe sind die Kindergestalten gezeichnet. Die Kleidung der Siedler ist bunt. Wir finden Trachten aus Baden, Württemberg, Elsass-Lothringen und aus dem Schwarzwald. Die trostlose Sumpflandschaft erstreckt sich in die Weite unter einem düsteren grauen Wolkenhimmel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild ist in Aquarell und Gouache-Farben gemalt, eine Technik, die von [[Stefan Jäger|Jäger]] bevorzugt wurde. Durch die Wasserfarben verleiht er dem Bild Leuchtkraft, Frische und Durchsichtigkeit, während er mittels der Deckfarben stoffliche Gewichtigkeit erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reproduktion: Trude Peter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
STEFAN JÄGER: Variante zum Einwanderungsbild (3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Banater Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbeschreibung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=Bacova&amp;diff=13867</id>
		<title>Bacova</title>
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		<updated>2015-04-06T12:11:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Rumänien&lt;br /&gt;
 |NameRumänisch      = Bacova&lt;br /&gt;
 |NameDeutsch        = Bakowa&lt;br /&gt;
 |NameUngarisch      = Bakovár&lt;br /&gt;
 |Wappen             = &lt;br /&gt;
 |Staat              = Rumänien&lt;br /&gt;
 |HistRegion         = Banat&lt;br /&gt;
 |Kreis              = Timiș&lt;br /&gt;
 |Gemeindeart        = Dorf&lt;br /&gt;
 |Höhe               = &lt;br /&gt;
 |Fläche             = &lt;br /&gt;
 |Einwohner          = 1.544&lt;br /&gt;
 |zoom               = 11&lt;br /&gt;
 |latitude           = 45.6640112&lt;br /&gt;
 |longitude          = 21.5513993&lt;br /&gt;
 |Kirche             = Kirche Bakowa.jpg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bacova''' (deutsch: ''Bakowa'', ungarisch: ''Bakovár'', umgangssprachlich: Bakowa auch Bakuwa) ist ein Dorf im Kreis Timiș, Banat, Rumänien, gehört verwaltungsmäßig zur Stadt ''Buziaș'' (deutsch Busiasch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782-1787 wird der Ort besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865-67 wird das jetzige ''Gotteshaus'' erbaut und am 8. September 1867 von Bischof Bonnaz geweiht, ''Schutzpatron'' Hl. Johann von Nepomuk (16. Mai). Das weltliche Kirchweihfest wurde am Sonntag nach dem 20. Oktober (Wendelin) gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''''Aus dem Jäger-Nachlass''''':&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:WK_1195.jpg|[[WK:1195|Trachten – Bakowa]]&lt;br /&gt;
File:WK_1642.jpg|[[WK:1642|Busiasch, Bank im Park, Bakowaer Mädels]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''''In folgenden Artikel wird Bakowa erwähnt''''':&lt;br /&gt;
* [[Der_Schwabenmaler_Stefan_Jäger|Wanderer, Johann. Der Schwabenmaler Stefan Jäger. Neuer Weg Bukarest 1957]]&lt;br /&gt;
* [[Stefan Jäger (von Dr. Peter Pink)|Pink, Peter: Stefan Jäger. Ein Banater schwäbischer Kunstmaler. Masch. Manuskript 1962]]&lt;br /&gt;
* [[Ein_Banater_schwäbischer_Kunstmaler|Kovács, Andreas. Ein Banater schwäbischer Kunstmaler. Typoskript 1968]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schwabenmaler_Stefan_Jäger|Liebhard, Franz (Hg). Menschen und Zeiten. Bukarest 1970]]&lt;br /&gt;
* [[200-Jahr-Feier_auch_in_Bakowa_Ende_August|200-Jahr Feier auch in Bakowa Ende August. Banater Post München 1986]]&lt;br /&gt;
* [[Vortrag_in_Heidelberg|Banater Mediziner- und Absolvententreffen am 29./30.8.1987 im Parkhotel Haarlass in Heidelberg. Banater Post München 1987]]&lt;br /&gt;
* [[Der_Schwabenmaler_Stefan_Jäger.|Röder, Annemarie. Der Schwabenmaler Stefan Jäger. Banater Post München 1992]]&lt;br /&gt;
* [[Stefan_Jäger_–_Zum_30._Todestag|Stefan Jäger, Maler seiner Banater Heimat. 1992]]&lt;br /&gt;
* [[Zeichen_des_Aufbruchs_Spuren_des_Abschieds|Kumher/Niedermaier/Strey, Franz/Irene/Karin (Hg). Zeichen des Aufbruchs Spuren des Abschieds. München 1994]]&lt;br /&gt;
* [[Stefan_Jäger_und_seine_Bedeutung_für_uns_(KHG)|Gross, Karl-Hans: Stefan Jäger und seine Bedeutung für uns. Jimbolia 1996]]&lt;br /&gt;
* [[Stefan_Jäger_und_seine_Bedeutung_für_uns| Gross, Karl-Hans: Stefan Jäger und seine Bedeutung für uns.  Observator de Jimbolia 1997]]&lt;br /&gt;
* [[Annäherung_an_Stefan_Jäger|Volksmann, Swantje Dr. Annäherung an Stefan Jäger. Heimatblatt Hatzfeld 2011]]&lt;br /&gt;
* [[Zeugnisse der Verehrung – Zeichen des Dankes|Tonţa, Walter. Zeugnisse der Verehrung – Zeichen des Dankes. Heimatblatt Hatzfeld 2012]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''''Literatur''''':&lt;br /&gt;
* Huth, Alfred: Bakowa in: Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber, Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben, Band 5; Städte und Dörfer, Landsmannschaft der Banater Schwaben, München, 2011, S. 50f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Rumänien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Banat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=WK:1195&amp;diff=13866</id>
		<title>WK:1195</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=WK:1195&amp;diff=13866"/>
		<updated>2015-04-06T11:52:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__&lt;br /&gt;
{{DISPLAYTITLE: Trachten – Bakowa}}&lt;br /&gt;
{{Bilddaten		&lt;br /&gt;
|Katalognummer    = 1195&lt;br /&gt;
|Bildpfad         = WK_1195.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Trachten – Bakowa&lt;br /&gt;
|Kategorie1       = Weltliche Feste&lt;br /&gt;
|Kategorie2       = Tracht&lt;br /&gt;
|Kategorie3       = Gruppen&lt;br /&gt;
|Entstehungsjahr  = &lt;br /&gt;
|Breite           = 27&lt;br /&gt;
|Hoehe            = 21&lt;br /&gt;
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|Kommentar        = Bacova&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
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=== Reproduktion ===&lt;br /&gt;
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=== Erwähnung ===&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:}}&lt;br /&gt;
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		<title>ART:0131 - Museum in Jimbolia?</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schleich&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Museum in Jimbolia?&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neue Banater Zeitung&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = NBZ Heide-Blatt&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temeswar&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 17&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''fs''' — In [[Jimbolia]] denkt man zurzeit an die Gründung eines städtischen Museums. Eine solche Stätte sollte es in dieser Stadt eigentlich schon längst geben. Ist doch ein Museum nicht nur ein dinglicher Beleg einer historisch-sozialen Entwicklung sondern auch Erziehungsstätte für die kommenden Generationen, die so über Lebensweise, Eigenarten, Arbeit und Taten der ihnen Vorangegangenen unterrichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Möglichkeiten eines Jimboliaer Museums sind gegeben: jahrtausendalte archäologische Funde – darunter ein sehr gut erhaltener Mammutschädel – aber insbesondere Belege aus den zwei letzten Jahrhunderten, beginnend mit der Tätigkeit der in Zünften organisierten Handwerker über die ersten kleinen Manufakturen bis zu den heutigen Großunternehmen Ceramica, Knopf- und Schuhfabrik, und die Handwerkergenossenschaft „Viitorul“ sind vorhanden. Man sollte ebenfalls an Persönlichkeiten wie [[Peter Jung]], [[Karl Diel]], [[Emmerich Bartzer]] denken, die [[Jägergedenkstätte]] ist diesbezüglich nur ein bescheidener Anfang. Ein Museum sollte diese Vergangenheit, die oft noch in der Erinnerung weiterlebt, unter einem Dach vereinigen, vielleicht im Gebäude der [[Jägergedenkstätte]]. Für das Gepräge der Stadt wäre ein Museum von außerordentlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Banater Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>ART:0129 - Spende für Jäger-Bild</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schleich&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Franz&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Spende für Jäger-Bild&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Neue Banater Zeitung&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = NBZ Heide-Blatt&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Temeswar&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 17&lt;br /&gt;
 |Nummer              =&lt;br /&gt;
 |Datum               = 27.06.1973&lt;br /&gt;
 |Seite               = 5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(''FS''). Die [[Jäger-Gedenkstätte]] hat es sich zum Ziel gesetzt, ein oder zwei Jäger-Ölgemälde zu erwerben, die dann ständig ausgestellt sein können und den Stolz der Gedenkstätte darstellen sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, ruft die Leitung der Gedenkstätte zu einer Spendeaktion auf. Ein Ehren-Spendenbuch mit den Namen all jener, die sich um den Ankauf der Jäger-Bilder bemühten, wird in der Gedenkstätte aufliegen. Das Heideblatt wird ebenfalls die Namen der Spender abdrucken. Dieser Ankauf ist eine Notwendigkeit geworden, weil man bis jetzt neben den persönlichen Gegenständen des Malers – die dem Gedenkhaus gehören – einige seiner erreichbaren Werke aus dem Besitze Jimboliaer Bürger und aus anderen Gemeinden ausgestellt hat und man andere Werke nur sehr schwer erhalten kann. Diese Spendeaktion ist auch darum notwendig geworden, weil das Interesse an [[Stefan Jäger|Jäger]] nach wie vor groß ist; Wie berichtet, hat unlängst der 10.000. Besucher – es war Gerda Scherrer, Schülerin der VI. Klasse der Darowaer Allgemeinschule – die [[Jäger-Gedenkstätte]] gesehen. Das bedeutet sehr viel: einem Banater Künstler, der oft gezwungen war, für ein warmes Mittagessen ein Bild zu malen, wird durch dieses am 31. Mai 1969 eingerichtete [[Gedenkhaus]] – einer Stätte echt schwäbischer Kultur und Tradition im Banat – verdiente Anerkennung gezollt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neue Banater Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spende]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
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		<title>ART:0128 - Erlebnisse und Eindrücke von einer Reise nach Kalifornien</title>
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		<updated>2015-04-06T11:30:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Wilhelm  &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Elisabeth und Jakob&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Erlebnisse und Eindrücke von einer Reise nach Kalifornien&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Banater Post&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = München&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 18&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 5&lt;br /&gt;
 |Datum               = 15.05.1973&lt;br /&gt;
 |Seite               = 11&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Ausug)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Gottlober Landsleute Elisabeth und Jakob Wilhelm, jetzt im wohlverdienten Ruhestand in Much bei Siegburg lebend, unternahmen im vergangenen Herbst eine Verwandtenbesuchsreise nach Kalifornien. Mit wachem Auge verfolgten sie das Leben im mächtigen Land, das in den letzten Jahrzehnten auch für viele unserer Landsleute zur neuen Heimat wurde. Ihnen galt verständlicherweise das Hauptinteresse der beiden Reisenden. Reich an Eindrücken und Erfahrungen kehrten sie nach knapp 2 Monaten nach Deutschland zurück, mit dem festen Vorsatz, im Dienste der Förderung unserer Zusammengehörigkeit über Weltmeere hinweg, möglichst viele Landsleute über Freude und Sorgen unserer Schwestern und Brüder in den USA zu informieren. Der bescheidene Umfang unserer Heimatzeitung ermöglicht es und leider nicht, ihren interessanten Reisebericht im vollen Umfang zu bringen. In einigen Fortsetzungen wollen wir aber besonders jene Teile ihrer Schilderungen zu veröffentlichen, die zusammenfassende Erkenntnisse über das Leben unserer Landsleute in den USA darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Hans Hepp'' war in der Heidegemeinde [[Jimbolia|Hatzfeld]] Bauer. In der neuen Welt sattelte er um und wurde Anstreicher. Heute besitzt er ein eigenes Haus, das außen und innen auf sorgsame Pflege schließen läßt, an der Gattin Elisabeth regen Anteil hat. Die mit Umsicht eingerichtete Heimwerkstatt aber deutet den Bastler Hans Hepp an. Der einstige Bauer ist auch ein leidenschaftlicher Familienforscher. In mühevoller Arbeit und nie erlahmendem Eifer trug er in 2 oder gar 3 Jahren rastloser Forschungsarbeit die Daten seines Stammbaumes zusammen. Daneben besitzt er eine Münz- und eine Briefmarkensammlung, in denen Stücke mit Seltenheitswert aufscheinen. Sammelmappen mit Zeitungsausschnitten zeigen das rege Interesse am Werdegang unseres Gemeinschaftslebens. Auch eine Sammlung von Landkarten fehlt nicht. Den Kunstliebhaber aber verraten die zahlreichen Ölgemälde, die die Räume der Wohnung ausschmücken. Es sind hauptsächlich Werke seines Landsmannes [[Stefan Jäger]] vertreten, die dem Heim eine weihevolle Note echter schwäbischer Ahnen- und Heimattreue verleihen. Ein Hobby, das letztlich ein Stückchen Dokumentation unseres Werdeganges sicherstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
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		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0138_-_Hatzfeld_und_seine_K%C3%BCnstler&amp;diff=13830</id>
		<title>ART:0138 - Hatzfeld und seine Künstler</title>
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		<updated>2015-04-06T09:53:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.113.19: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitschrift&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Diplich &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Hatzfeld und seine Künstler&lt;br /&gt;
 |Zeitschrifttitel    = Südostdeutsche Vierteljahresblätter &lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Heftnummer          = Jg. 22, Folge 1&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsjahr    = 1973&lt;br /&gt;
 |Seite               = 32-35&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lernte [[Jimbolia|Hatzfeld]] in meiner Gymnasiastenzeit kennen gegen Ende der Zwanziger Jahre. Die Siedlung war durch „Grenzberichtigung&amp;quot; an Rumänien gefallen; als „Tauschobjekt&amp;quot; diente Modosch, das zu Südslawien kam; natürlich ohne dass das Selbstbestimmungsrecht der Einwohner berücksichtigt worden wäre. Aus der Zeit, als man die Gassen [[Jimbolia|Hatzfelds]] umbenannte, blieb mir eine Zeitungsnotiz in Erinnerung; sie veranschaulichte den Geist, der damals in unsere Dörfer einzog, auf heitere Weise. Die „Trierersch Gaß&amp;quot; sollte fortan nach dem rumänischen Dichter Octavian Goga heißen; die Bauern jener Straße wurden über die notwendige Änderung von der neu etablierten Lokalpresse aufgeklärt. Es hieß darin, die Schwaben seien mit den Namen in den neuen Bezeichnungen noch zu wenig vertraut. Sie hingen nach wie vor an den alten, ohne zu wissen, welche Ehre ihnen mit der Änderung zuteil geworden, „denn&amp;quot; – so belehrte sie der patriotische Redakteur unbekümmert – „Octavian Goga ist einer unserer großen schöpferischen Geister der Gegenwart – wer aber war dieser Trier? Nach gewissenhaften Recherchen stellte die Redaktion fest, dass Trier bloß ein kleiner unbedeutender Pangermane war. Was bezwecken die Schwaben also mit ihren längst sinnlos gewordenen Gassennamen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grenzortschicksal war [[Jimbolia|Hatzfeld]] im großen und ganzen jedoch gnädig gesinnt. Die über 10.000 Deutsche zählende Großgemeinde entfaltete trotz mancher Willkür und Widerwärtigkeit ein kulturelles Leben, das sich sehen lassen konnte. Was ein fremder Reisender im vorigen Jahrhundert in [[Jimbolia|Hatzfeld]] so bewunderte, den Reichtum und die materielle Wohlfahrt der Bewohner, sie trugen nunmehr ihre edleren Blüten und Früchte, unerwartete, von niemandem erhoffte Geschenke der Banater Heimat und Geschichte. Die Anziehungskraft des Dorfes und seiner bäuerlichen Bewohner, ihr geselliger Geist in den Vereinen, die städtische Atmosphäre der wirtschaftlichen Führungsschicht, das ungebrochene Bewusstsein aller, einer großen Ortsgemeinschaft anzugehören, und schließlich das Erlebnis der Banater Heidelandschaft – waren gewiss daran beteiligt, dass hier begabte Männer Musik, Dichtung und bildende Kunst pflegen konnten. [[Jimbolia|Hatzfeld]] zog solche Kräfte an sich, bewog sie dauernd dort zu leben; und so durfte da auch manches Werk überzeitlichen Wertes entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss von der Misere der Grenzsituation absehen und sich den kulturellen Aufschwung [[Jimbolia|Hatzfelds]] vergegenwärtigen, wenn man die Kraft und innere Bereitschaft dazu ahnungsweise kennen lernen will. Dass die [[Jimbolia|Hatzfelder]] Frauen auf den Schwabenbällen mit ihren „schickslich&amp;quot; gebundenen Kopftüchern Wohlgefallen weckten, nahmen wir beim Anblick jenes unendlich vielfältigen Reichtums an Banater Trachtenvarianten gern in unsere jugendlichen Herzen auf; daß der Ziegelfabrikant [[Threiß]] die Dachziegel fürs Banatia-Gebäude gratis lieferte, schien uns eine noble, den [[Jimbolia|Hatzfeldern]] würdige Geste, und daß der gemischte Chor unter Leitung seines Meisters [[Josef Linster]] bei den damals üblichen Sängerfesten sich oft den ersten Preis holte – auch dies war vor bald 50 Jahren selbstverständlich, denn die werdende Stadt stand auf der Rangliste der Heidegemeinden oben an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lernte [[Josef Linster]] (1889 - 1954) kennen, als er am katholischen Gymnasium der „Banatia&amp;quot; in [[Timișoara|Temeswar]] seine Lehrtätigkeit begann. Er hatte, etwa 1936, die bedeutendsten Arbeiten seines Lebens bereits vollendet. Wir wussten, welchen Beitrag er für den [[Hatzfelder Musik- und Sportverein „Landestreu&amp;quot;]] geleistet, bekannt war uns seine wertvolle volkskundliche Arbeit auf dem Gebiet des heimischen Volksliedes und – beliebt und viel gesungen – seine eigenen Kompositionen. Wohl im ganzen Banat verbreitet war Linsters Vertonung des Liedes von [[Peter Jung]] „Mein Heimatland, Banater Land&amp;quot;. Wenn einmal Geselligkeit und Vereinswesen des Banats nach 1918 beschrieben wird, nimmt Josef Linster einen Ehrenplatz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung zu seinem Zeitgenossen und Landsmann [[Peter Jung]] (1887.- 1966) wurde leider viel zu spät – erst knapp vor seinem Tode – hergestellt, als der Schriftsteller und Dichter sich mit der Bitte an mich wendete, seine Gedichte in Deutschland zu veröffentlichen. Von seiner privaten Not bedrängt, überschätzte er unsere Möglichkeiten sehr und erhoffte noch zu Lebzeiten eine Drucklegung all seiner weit über tausend Gedichte. Ich erklärte mich bereit, eine Auswahl aus ihnen zu treffen, erhielt jedoch, nachdem ich das erste Konvolut bearbeitet hatte, von ihm keine Antwort mehr – er war gestorben, ohne dass der Wunsch seines Dichterherzens sich erfüllt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Jung war ein viel schreibender Dichter und Schriftsteller. Zahlreiche Strophen, Sprüche, hymnische Aufschwünge und Bekenntnisse verfasste er für den augenblicklichen Tagesbedarf. Alle zusammen füllen mehr als ein Dutzend Bände. Bisher fand sich niemand für die kostspielige Aufgabe, sein Gesamtwerk zu verlegen. Aber mit einer Auswahl könnten die [[Jimbolia|Hatzfelder]] sich sehen lassen; sie würden damit ihre eigene Wirkung auf die immer noch lebendige Banater Kultur ausüben; es wäre ein langhin gültiges Zeugnis für den Hochstand dieser wahrhaft deutschen Renaissance nach dem 1. Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jene Epoche gehört in mehrfachem Sinn [[Karl von Möller]]. Da er Offizier, Politiker und Schriftsteller war und seine Gestalt von den Ereignissen der Dreißiger Jahre überschattet wird, dauert es wohl noch länger, bis sich das Bleibende, Dauerhafte seiner Persönlichkeit vorn Vergänglichen, Überholten und Irrgängigen scheiden lässt. Möller ist aus der Zeit des banatdeutschen völkischen Erwachens schlechthin nicht wegzudenken. Der schreibgewandte Wiener und Wahlbanater trug bald nach 1920 maßgebend dazu bei, das neue Bild schwäbischer Solidarität auch im Politischen auszuformen. An der großangelegten Zweijahrhundertfeier in [[Timișoara|Temesvar]] hatte er wesentlichen Anteil. Sowohl die Befestigung des öffentlichen Bewusstseins der Banater Schwaben in ihrer rühmlichen Geschichte und kolonistischen Leistung als auch die Organisation des Massenaufzugs waren sein Werk. Spuren davon lassen sich heute noch nachweisen: Die zwei Broschüren „Wie die Schwäbischen Gemeinden entstanden sind&amp;quot; und ein Bühnenspiel „Schwaben&amp;quot; brachten seit [[Steinacker]] und [[Adam Müller-Guttenbrunn]] lebendige Stoffmasse des Politischen wieder in Bewegung. Als Möller dann die Tochter eines angesehenen [[Jimbolia|Hatzfelder]] Bauernhauses in zweiter Ehe heimführte, war aus dem ehemaligen österreichischen Stabsoffizier ein Banater geworden, der an seiner neuen Heimat hing und ihr diente bis zuletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lernte ihn 1938 während eines Sommeraufenthalts in Hermannstadt kennen, wo er damals mit seiner Familie wohnte und das Kulturamt leitete. Im Jahre 1940 begegneten wir uns auf literarischer Ebene: der Ältere fand Gefallen am Vortrag, den ich gelegentlich einer „Möller-Stunde&amp;quot; im Festsaal der „Banatia&amp;quot; gehalten hatte, und ich musste ihn zur Eröffnung der damals üblichen Buchwoche in [[Jimbolia|Hatzfeld]] wiederholen; Möller las hierauf aus eigenen Werken. Wir kehrten als Gäste im Haus seines Schwagers Jung ein. So lernte ich, kurz vor meinem Abschied aus dem Banat, diese Großgemeinde von einer ihrer besten Seite kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dichtbesetzten Saal des Vereins „Eintracht&amp;quot; las also Möller, von der Bühne herab, aus seinen Arbeiten, deren Thematik sich auch der Probleme bemächtigte, die [[Jimbolia|Hatzfeld]] angingen. Im Hintergrund seines Romans „Grenzen wandern&amp;quot; spürt man das missachtete Selbstbestimmungsrecht der Schwaben. So war Möller in mancher Beziehung mit redlichen Mitteln ein literarischer Verteidiger der politisch zur Unmündigkeit verurteilten, ins mindere Recht gestoßenen Deutschen des Donauraumes. Das griff weit über die Grenzen [[Jimbolia|Hatzfelds]] hinaus. Die entscheidenden Erfahrungen und Anregungen aus der Heimat seiner Frau bildeten fortan eine der Grundlagen seines schriftstellerischen Werks. Auf dem [[Jimbolia|Hatzfelder]] Friedhof fand Möller die letzte Ruhestätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schönste musische Gut [[Jimbolia|Hatzfelds]] ist das Lebenswerk des Malers [[Stefan Jäger]]. Wie Linster und Möller nicht in [[Jimbolia|Hatzfeld]] geboren, lebte er seit 1910 dort, ein neuer Beweis für die Anziehungskraft der aufblühenden Stadtgemeinde und für deren Gewicht inmitten der deutschbanater Kultur. Ich lernte [[Stefan Jäger]] (1877 - 1966) in den Dreißiger Jahren kennen. Anlass dazu war der Ankauf eines Bildes für den Marienfelder Arzt Dr. Thomas Schön 1/, das dessen Neffe und ich auszuwählen hatten. Im ganzen Hause roch es nach dem Öl frischer Gemälde. Da stand er nun leibhaftig vor uns, der Schöpfer des [[Einwanderungs-Triptychons]], das wir alle kannten und das so einfach und unmissverständlich, vom Anfang der Schwaben im Banat erzählte. Wir ehrten und achteten den Meister, dem dies gelungen war, als bedeutenden Interpreten unseres Lebens. Aber die überreiche Zahl seiner kleineren und größeren Gemälde, die dort wie Teller und Tonschüsseln auf dem Wochenmarkt ausgelegt und aufgestellt waren, brachte uns in Verlegenheit. Denn – so stellten wir bald fest – der Maler [[Stefan Jäger]] diente nicht nur der zeitlosen Kunst; er war genötigt, sein täglich' Brot zu erwerben, er musste auf die Wünsche der Käufer und Besteller eingehen; er machte dabei Konzessionen, was ihm nicht schwer fallen mochte; er verfertigte Park- und Uferlandschaften, nach Jahreszeiten geordnet, Blumenstücke im Stil der Postkartenromantik, Interieurs mit musizierenden Töchtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sorte von Bildern ließen wir also beiseite. Was nach unserem Urteil in Frage kam, waren jene Festtags- oder Alltagsszenen, die [[Stefan Jäger|Jäger]] mit Ölfarben gemalt hatte, wenn er von seinen Wanderungen aus den Heidedörfern mit zahllosen Skizzen heimgekehrt war. Seine trefflichsten Bilder erzählen; es sind Berichte und Reportagen von Vorgängen, die er mit wenigen sicheren Strichen festhält. Er konnte zeichnen wie kein zweiter im Banat. Der feinsinnige [[Robert Reiter]] hatte schon damals [[Stefan Jäger|Jägers]] Qualitäten richtig bewertet. Das Leben des Dorfmenschen, die Dorfatmosphäre und die Landschaft tragen in [[Stefan Jäger|Jägers]] Gemälden, ob es sich um Feiern handelt, um die Arbeit oder um das „Ausruhen&amp;quot;, immer hohe Festlichkeit zur Schau: insofern ist er nicht nur der realistische Maler der Trachten, der rauschenden und knisternden Seide, des Glanzes und der tüchtigen Bauern; seine besten Gemälde aus dieser Sphäre wiederholen die hohe Festlichkeit des Lebens im 18. Jahrhundert mit dem Anspruch auf Geltung und Repräsentation, freilich nicht ohne jenen leisen Anflug von Melancholie, wie sie den Menschen der Pußtalandschaft eigen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald wir also jene guten Stücke aus [[Stefan Jäger|Jägers]] Angebot herausgesucht hatten, fiel unsere Wahl auf ein Bild, das dem Wunsch des Käufers nach einer Darstellung aus dem Volksleben entsprach; wenn ich mich nicht täusche, war es ein [[„Sonntagstanz im Wirtshaus&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Freund versuchte den Maler in ein Gespräch zu ziehen, das uns den unterschiedlichen Charakter der Bilder verständlich machen sollte. [[Stefan Jäger|Jäger]] antwortete mit einem einzigen Satz, den wir später oft wiederholten, weil er sowohl für die Person des Künstlers, als auch für die Banater im allgemeinen bezeichnend schien: ''„Dem einen gefällt dies, dem anderen jenes, und ich muss für jeden malen, der zu mir kommt&amp;quot;''. Sonst sagte er nichts mehr und wartete, bis wir den Preis bezahlten; er war nicht hoch; wir verabschiedeten uns und nahmen das Bild, wie er es für unsere Bus-Reise verpackt hatte, gleich mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gewisse &amp;quot;Übersicht&amp;quot; über [[Stefan Jäger|Jägers]] Werk konnte ich während einer Ausstellung gewinnen, die, von Martha Petri 1943 in [[Zrenjanin|Groß Betschkerek]] veranstaltet, so ziemlich alles vereinigte, was die Schwaben in Jugoslawien von ihm erstanden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den schönsten Beweis aber für sein volkstreues Wirken erblicke man darin, dass er, als er nach 1945 merkte, wie viel von seinen Arbeiten in den versinkenden Schwabendörfern des Banats und der Batschka verloren ging, noch im letzten Jahrzehnt seines Lebens, zuletzt halb erblindet, unentwegt malte. Ein Bild nach dem anderen kam zustande, indem er die alten Themen unendlich oft variierte und Neues hinzufügte. Die Aquarelle und Ölgemälde wanderten hinaus ins Land; auch über die Grenzen nach Österreich und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr vor [[Stefan Jäger|Jägers]] Tod erhielt ich über Peter Maurus zwei Bilder, die der Maler während des kurzen Besuchs einer [[Jimbolia|Hatzfelder]] Frau in der alten Heimat für uns angefertigt hatte. Nach seinem Verscheiden richteten die Landsleute im ehemaligen Atelier [[Stefan Jäger|Jägers]] eine [[Gedenkstätte]] für ihn ein. Neulich veröffentlichte der Osterner Arzt Dr. [[Peter Pink]] eine ausführliche Biographie des Künstlers, und die Kunsthistorikerin [[Annemarie Podlipny-Hehn]] widmete seinem Schaffen eine bilderreiche sachkundige Studie, die 1972 in Bukarest erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo viel Licht ist, fallen tiefe Schatten. Nach den skizzierten Vorzügen [[Jimbolia|Hatzfelds]] soll es niemanden wundern, dass die umliegenden Dörfer mit verstecktem Neid auf die Großgemeinde blickten. Wie sonst wollte man sich die Reime deuten, die uns die Alten überlieferten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''In Charleville hieß es'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kumloscher Kind,&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Osterner Wind &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Hatzfelder Pferd &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sin alli trai nix werd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''In Komlosch sagte man'':&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer durch Ostern ohne gefoppt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch Hatzfeld ohne geroppt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und durch Bogarosch ohne gekloppt&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
fährt, war nicht auf der Heed.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oo00oo	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  Deutsdien  haben  ein eigenartiges Talent, große Männer hervorzubringen und sie dann aus Mangel an Beachtung zugrundegehen zu lassen.&lt;br /&gt;
Hermann Oberth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ SCHÖN Georg Thomas, Dr. med. *24.08.1894 Marienfeld + 20.02.1995 Deisslingen &amp;lt;OFB Mf 09850&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2/ JUNKER Oskar (Kaudmann, Heimatdichter) *18.01.1906 Mf + 30.12.2000 Ettlingen (lg) &amp;lt;OFB Mf 04383.1&amp;gt; &amp;lt;BiLex 847&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3/ PETRI Martha Südostdeutsche Heimatblätter ab Jg. 8 1959 hrsg.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzbiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Temeschburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.113.19</name></author>
		
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