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	<title>Archiv - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>ART:0109 - 16. März 1962</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Senz   |AutorVorname        = Josef Volkmar  |Aufsatztitel        =   |Zeitungstitel       = Der Donausc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Senz &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Josef Volkmar&lt;br /&gt;
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 |Zeitungstitel       = Der Donauschwabe&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Aalen&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 22&lt;br /&gt;
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 |Datum               = 19.03.1972&lt;br /&gt;
 |Seite               = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als von jedem anderen donauschwäbischen Maler läßt sich vom malerischen Lebenswerk [[Stefan Jägers]] sagen: Seine Bilder bewahren für die Donauschwaben, für alle Deutschen und für diese unsere Welt die nach 1945 zerstörte oder umgewandelte Heimat der Donauschwaben, die von ihnen gestaltete Kulturlandschaft und Lebenswelt mit ihren arbeitenden und betreuenden Menschen. Diese seine Bilder hängen heute als Originalgemälde oder als Farbdrucke in den Wohnungen seiner Landsleute, nicht nur in der alten Heimat, sondern über alle Welt zerstreut, und vermitteln ihnen im täglichen Anblick das Bild einer geordneten „heilen Welt&amp;quot;, die freilich neben den Licht- auch ihre Schattenseiten hatte; sie finden sich aber auch im Besitz von öffentlichen Sammlungen, wo sie das Leben und Werk der Donauschwaben dokumentieren. In dem vielfältigen Mosaik deutscher Malerei wird so durch ihn und, sein Werk die donauschwäbische Nuance sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] wurde am 28. Mai 1877 in der serbisch-deutschen Mischgemeinde [[Tschene]] im Banat geboren. Sein Vater, der aus Nakodorf stammte, betätigte sich im Barbierfach und als Feldscher, wozu er nach einer Ausbildung in Budapest die Befähigung erlangte. Seine Mutter, eine geborene [[Margarete Schuller]] stammte aus Biled. Sie war 20 Jahre jünger als ihr Mann und auf ihren heranwachsenden Sohn von nachhaltigstem Einfluß. Sie erschloß ihm bereits in jungen Jahren die Schatzkammern des donauschwäbischen Volkstums und volkhaften Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der heimatlichen Volksschule besuchte Stefan Jäger eine private [[Bürgerschule]] mit deutscher Unterrichtssprache in Temeschburg. Mit vierzehn Jahren kam er nach Segedin, um seine Mittelschulstudien abzuschließen und seine Kenntnisse der ungarischen Sprache zu vervollkommnen. Das wichtigste Moment der Segediner Jahre liegt für den weiteren Werdegang Jägers aber darin, daß sein Zeichenprofessor, ein Burgenländer namens [[Obendorf]], seine künstlerische Begabung erkannte und ihm durch seine Ratschläge die Richtung wies, in die er zu gehen hatte. Er kam im Jahre 1895 nach Budapest an die Musterlehranstalt zur Ausbildung von Zeichenprofessoren. Die vierjährige Ausbildungszeit unter der Leitung von hervorragenden Lehrern verhalf seinem Talent zur Malerei zum Durchbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Budapest folgten die Wanderjahre, deren Stationen Wien — München — Stuttgart — Venedig waren und die 1901 ihre vorzeitige Unterbrechung erfuhren, da ihn die Kunde von der schweren Erkrankung des Vaters in die Banater Heimat zurückkehren ließ. Dieser sollte er nun für immer verbunden bleiben, denn auch die große Studienreise im Jahre 1906 nach Deutschland hatten keinen anderen Zweck, als Aufschluß über die Trachten zu geben, in denen die schwäbischen Vorfahren im 18. Jahrhundert ihre Wanderung in das Land an der mittleren Donau unternahmen. Nach seinen Lehr- und Wanderjahren ließ sich Stefan Jäger 1910 in [[Hatzfeld]] nieder, ein stiller, zurückgezogener Mann, der nur für die Malerei und ausschließlich von der Malerei lebte. Eine Kühnheit war das in einem Orte, der, obwohl er sich in dieser Zeit vom Dorf zum Marktflecken und von diesem zur Kleinstadt entwickelte, für das Dasein eines Malers nicht gerade die günstigsten Bedingungen bot. Zum Hatzfeld dieser Zeit schreibt [[Franz Liebhard]]: „Welche Widersprüche barg diese vom Rollen der gräflichen Kalesche und den Dampfsirenen der Fabriken durchlärmte Großgemeinde, die vom Drang in das Städtische fieberte. Welche Widersprüche zwischen den wüsten Kartenschlachten im Kasino und den meisterlichen Operationen des Chirurgen Dr. Ludwig Diel, volkstümlich „der alte Diel&amp;quot; genannt! Welche unversöhnlichen Gegensätze zwischen dem Rufe des Ortes, dank dem Atelier Stefan Jägers ein schwäbisches Athen in der Heide zu sein, wo ein Paul Moussong in den achtziger Jahren seine Gedichte drucken ließ, [[Peter Jung]] bis ins Greisenalter seine Tausende Gedichte schrieb, und dem kapitalistischen Frevel, nach dem ersten Weltkrieg, nach der Enteignung des gräflichen Latifundiums (durch Jugoslawien), die obdachlos gebliebene Bibliothek, deren Anfänge aus dem 18. Jahrhundert, stammten, im Ringofen des Ziegeleibarons Threiß, des „schwäbischen Stinnes&amp;quot;, für den sehr nüchternen Zweck der Ziegelerzeugung zu verheizen! In der gleichen Gemeinde, die in ihrem Park der Menschenfreundlichkeit ein Denkmal setzte, ein Standbild des Wohltäters der Leidenden, Dr. Diel, wurden nach etlichen Jahren sieben Männer ermordet, weil sie von einer Welt der Menschenfreundlichkeit träumten und bereit waren, für eine solche Welt ihr Bestes in die Schanze zu schlagen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtwerk Jägers, aus rund sechs Jahrzehnten malerischer Arbeit hervorgegangen, ist von einem optimistischen Glanz überzogen. Es ist ein aus Hunderten Stücken bestehendes Lebenswerk, von dem man wirklich sagen kann, daß es mit dem Leben des Volkes verschmolz, als dessen Abbild es geschaffen und dem es als solches zugedacht war. Neben dem malerischen Gesamtwerk, das über das ganze Gebiet des Banats gestreut ist, hat sich Jägers Bedeutung für die Gegenwart und die Zukunft in seiner reichen Skizzenmappe verankert, die eine wahre Schatzkammer volkskundlicher Dokumente schwäbischen Volkslebens darstellt. Die Beobachtungsarbeit von Jahrzehnten liegt in diesen Blättern verschiedener Größen, in diesen Aquarell- und zum kleineren Teil Bleistift- und Tuschskizzen. Das Hauptwerk Stefan Jägers ist aber das große, sechs Meter lange und etwa anderthalb Meter hohe Triptychon [[„Die Einwanderung der Schwaben ins Banat&amp;quot;]], kurz [[Einwanderungsbild]] genannt. Das große Gemälde hat sein eigenes Schicksal. Es wurde seinerzeit im halbfertigen Zustand von Budapest nach Temeschburg, von da nach Gertjanosch und dann wieder nach Budapest gebracht, jedes Stück für sich zusammengerollt, bis es nach drei Jahren endlich vollendet war. Die Fahrt von Gertjanosch nach Temeschburg im Jahre 1910 sollte aber nicht die letzte Fahrt des Gemäldes gewesen sein. Während des zweiten Weltkrieges gelangte es aus dem Banater Museum in das deutsche Forschungsinstitut, das es vor den im Frühjahr 1944 einsetzenden Bombenangriffen nach Blumenthal „evakuierte&amp;quot;. 1945 wurde das Gemälde ins Banater Museum zurückgebracht und war, nach einer fachkundigen Restaurierung, das Zentralstück der 1967 stattgefundenen großen Jäger-Ausstellung in Temeschburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schöpfer des Bildes, Stefan Jäger, ist am 16. März 1962 in Hatzfeld verstorben. Außer den Ovationen, die der junge Maler anläßlich der Enthüllung des Einwandererbildes während der Landwirtschafts- und Gewerbeausstellung 1910 in Gertjanosch bekam, und der Ehrung durch Rumänien zu seinem 80. Geburtstag im Jahre 1957 wurden dem Maler kaum öffentliche Ehrungen zuteil. In Hatzfeld wurde eine  bescheidene Nebengasse nach ihm benannt. Das Einwanderungsbild aber und mit ihm sein Schöpfer wird bekannt und geehrt bleiben, solange die Gemeinschaft der Donauschwaben existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jvs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Der Donauschwabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzbiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Triptychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrung]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>ART:0815 - Stefan-Jäger-Gedenkveranstaltungen in Hatzfeld</title>
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		<updated>2015-03-05T10:31:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           = Schulz  |AutorVorname        = Maria  |Aufsatztitel        = Stefan-Jäger-Gedenkveranstaltungen in Hatz…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schulz&lt;br /&gt;
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 |Entstehungsjahr     = 2007&lt;br /&gt;
 |Seite               = 47-48&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren wird in [[Hatzfeld]] der Geburtstag des Schwabenmalers [[Stefan Jäger]] am 28. Mai feierlich begangen. Die organisatorische Federführung hat das [[Gedenk- und Begegnungshaus Stefan Jäger]], das in Zusammenarbeit mit der deutschen Sektion der Hatzfelder Allgemeinschule und neuerdings auch mit dem Kinderklub der Stadt Hatzfeld (dem ehemaligen Pionierhaus) den Gedenktag gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 ließen wir uns etwas Besonderes einfallen. Der von Livia Stănchescu-Golban geleitete Kinderklub initiierte den regionalen, interdisziplinär angelegten Wettbewerb „Banater Maler&amp;quot;, zu dem alle Kinderklubs aus den Kreisen Temesch und Karasch-Severin sowie aus den benachbarten Kreisen aufgerufen waren. Das vom Temescher Kreisrat unterstützte Projekt soll im Jahr 2008 fortgeführt werden. Ziel ist es, im Zusammenwirken der Arbeitskreise für Malerei und Computergrafik einen bedeutenden Banater Maler zu präsentieren. Wettbewerbsaufgaben sind die Erstellung einer Power-Point-Präsentation oder einer Website, letztere mit einer virtuellen Ausstellung, eines Faltblattes über den betreffenden Maler, die Anfertigung einer Reproduktion nach einem seiner bekannten Werke sowie einer Originalarbeit in dessen Stil und letztendlich den Entwurf eines Plakates für die zum Abschluss des Projekts geplante Ausstellung. Dem Team des Hatzfelder Kinderklubs fiel die Entscheidung bezüglich des zu präsentierenden Malers nicht schwer: Selbstverständlich optierte man für [[Stefan Jäger]]. Unter der Koordinierung der Direktorin Livia Stănchesu-Golban, die den Arbeitskreis für Computergrafik leitet, haben die Schülerinnen und Schüler eine eindrucksvolle Power-Point-Präsentation und ein hervorragend gestaltetes, informatives Faltblatt realisiert. Besonders hervorgetan haben sich dabei die Schülerinnen Michaela Theisen und Karoline Klein. Im Mai 2008 sollen in Hatzfeld die einzelnen Projekte präsentiert und in einer Ausstellung gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer der Beteiligung an dem Wettbewerb „Banater Maler&amp;quot; haben wir auch im vergangenen Jahr auf bewährte Würdigungsformen zurückgegriffen. So gestalteten auch diesmal Schülerinnen und Schüler der deutschen Sektion der Allgemeinschule unter Anleitung der beiden Lehrerinnen Roswitha Kovacs und Sorina Deatcu ein gelungenes künstlerisches Programm in deutscher Sprache, das am 28. Mai dargeboten wurde. Die Kinder und Jugendlichen in schwäbischer Tracht trugen Gedichte und Lieder vor und führten Volkstänze auf. Gefolgt wurde das Programm von einem dem Leben und Schaffen [[Stefan Jägers]] gewidmeten Symposion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl das komplexere, auf längere Zeit angelegte Projekt, an dessen Ende eine umfassende Präsentation des Schwabenmalers stehen wird, als auch die Gedenkfeier an dessen Geburtstag zeugen vom Traditionsbewusstsein und der Heimatverbundenheit der beiden Lehrkräfte und ihrer Schülerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schülerinnen und Schüler der deutschen Abteilung der Allgemeinschule gestalteten ein künstlerisches Programm in der Jäger-Gedenkstätte (Einsenderin: Maria Schulz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatblatt Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malwettbewerb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0569 - Stefan Jäger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Schulz  |AutorVorname        = Maria  |Aufsatztitel        = Stefan Jäger  |Zeitungstitel       = Obser…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schulz&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Maria&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Observator de Jimbolia&lt;br /&gt;
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 |Erscheinungsort     = Timișoara&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = 5&lt;br /&gt;
 |Nummer              = 21 (220)&lt;br /&gt;
 |Datum               = 28.05 -03.06.1999&lt;br /&gt;
 |Seite               = 5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Jäger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(n. 28.05.1877, Cenei - m. 16.03.1962, Jimbolia)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Culoarea există oriunde. Natura ne-a dat această fericire şi trebuie să profităm de ea din timp, dar fără a face din culoare singurul scop al artei&amp;quot; - Nicolae Grigorescu&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Se pare că pictorul [[Stefan Jäger]] ne-a făcut să profităm din timp şi în timp de culoare, folosind la tot pasul ce i-a stat la îndemână pentru a ne crea emoţii, bucurii, pentru a ne atrage atenţia asupra deosebitelor frumuseţi ce ne stau alături.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
În această zi aniversară nu putem să nu ne amintim că este cel căruia pictura bănăteană a perioadei interbelice îi datorează situarea artei culorii in zona cunoştinţelor ultime ale ştiinţei şi în acelaşi timp păstrarea exaltării poetice a ei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maestru al paletei spectrale a fost unul dintre artiştii dotaţi excepţional cu geniul compoziţional şi din cele peste 2.000 de tablouri şi schiţe pe care ni le-a dăruit în lungul vieţii sale, majoritatea se încadrează în dreptunghi, dar a folosit şi compoziţia in cerc, pătrat şi triunghi. Subiectele deosebit de variate, inspirate din evenimentele istorice, din viaţa de toate zilele a şvabilor bănăţeni, dar şi înalta construcţie a formei, printr-o tensiune lăuntrică deosebită, exaltată de lirism.&lt;br /&gt;
                     &lt;br /&gt;
Arta sa dezvoltată sub îndrumarea unor dascăli vestiţi, apoi pe drumuri proprii, ne îndulceşte viaţta, ne face să dorim să vedem numai oameni senini, veseli ca cei pe care ni i-a prezentat în tablourile sale şi ne amintesc în fiecare primăvară să adunăm un buchet format din flori de c1amp (flori ce i-au plăcut atăt de mult) şi să le aşezăm cuminte lângă portretul marelui dispărut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prof. Maria Schulz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einwanderung (einteilig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Observator de Jimbolia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würdigung]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>ART:0762 - Rosenlorbeer</title>
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		<updated>2015-03-05T09:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           = Strunk   |AutorVorname        = Detlev  |Aufsatztitel        = Rosenlorbeer. Eine Betrachtung  |Herausge…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Aufsatz&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Strunk &lt;br /&gt;
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 |Erscheinungsort     =&lt;br /&gt;
 |Verlag              =&lt;br /&gt;
 |Entstehungsjahr     = 2006&lt;br /&gt;
 |Seite               = 84-86&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
„Hofpartie mit Oleander&amp;quot;, Rosenlorbeer, dem beliebten Jugendstil-Gewächs, heißt das Bild. Prachtvolle Jugendstil-Paläste und schmucke Villen, wo gepflegt der Oleander blühte und womöglich noch blüht, stehen in der Kreisstadt und Kleinstädten. Was soll der Glanz in dieser Hütte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deckt das Reetdach den Anbau, die „Sommerküche&amp;quot;, wo sommers das Familienleben sich abspielt, oder die „Stub&amp;quot; im Altbau, wo die erwachsenen Töchter und Dienstmägde schliefen? Sei es, dass das Geld für ein Ziegeldach fürs ganze Haus nicht reichte, sei es, dass banaterschwäbische Sparsamkeit solchen Luxus für übertrieben hielt. Es ist nur am rechten, nach impressionistischer Manier „abgeschnittenen&amp;quot; Bildrand ein Stück Ziegeldach zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es ein Bauernhaus oder das Haus eines Kleinhäuslers? 1/ Ist die Frau unbestimmbaren Alters Magd oder Bäuerin? Ist sie die Tochter, die nicht unter die Haube kam? Ist sie Witwe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oleander, Zeitgeschmack der guten alten Zeit, war auch nach den Weltkriegen eine geschätzte Zimmerpflanze. Die Frau wirkt entspannt und zufrieden, als sei sie Herr der Lage und ihre Welt heil. Sie trägt Tracht. Aus der Russlandverschleppung Heimgekehrte legten die Tracht nicht wieder an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus könnte in der Wahlheimat des Malers, der Kleinstadt Hatzfeld, in einer der „Kreuzgassen&amp;quot; stehen, wo Häusler und Handwerker wohnten, im Hansldorf, „Lerchedorf&amp;quot;, Rapova, im Arbeiterviertel Futok oder auf dem „Markplatz&amp;quot; (Marktplatz). Der Hausherr, sei es der „Herr und Gatte&amp;quot;, wie es damals hieß, sei es der Vater, Bruder oder Schwager dieser Frau, hat es vielleicht weder mit der Landwirtschaft noch ist er kleiner Gewerbetreibender, sondern arbeitet in der Ziegelei, in der „Dampfmühle&amp;quot;, in der Hanfrösterei, in der Knopf-, Hut- oder Schuhfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am linken Bildrand ist ein Stück Gartenzaun zu sehen. Die Frau könnte „fratscheln&amp;quot;. 2/ Banater Gemüsegärten, beileibe kein anachronistisches Relikt des vorindustriellen Zeitalters, waren nie bloß Subsistenzwirtschaft. Als Kolchose und Staatsfarmen den Markt versorgen sollten, kam, ein Dorn im Auge der Machthaber, die Hälfte des Angebots aus heimischen „Küchengärten&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem typischen Jäger-Bild ist gleichwohl nicht nur der Oleander in solch einem Hof sondern auch das Fenster, sei es der „Sommerküche&amp;quot;, sei es der „Stub&amp;quot;, atypisch. Es ist zu hoch. Der Raum dahinter ist ein Verlies. Andere, die Maurer, der Bauherr, der Mann im Haus, haben es geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frau, Verkörperung des weiblichen Prinzips der Bewegung und des Fortschritts, begab sich hinaus. Ganz die Manier Stefan Jägers - abseits der Kunstrichtungen wollte er seinen Landsleuten mit ihnen verständlichen Mitteln ihre Welt zeigen - hat diese Frau sich mit sparsamsten Mitteln - die Blumenkübel sind ausgediente Krautfässer, Tongeschirr und ein Blecheimer – ihr Paradies geschaffen. Wie der Maler nach getaner Arbeit den Pinsel weglegt, liegt der Besen, ihr Handwerkszeug, da. „Kehren bringt nichts&amp;quot;. Kehren ist wie Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Hof mit Oleander&amp;quot; ist „die Welt als Wille und Vorstellung&amp;quot; 3/ dieser Frau. In ihrem durch Arbeit geschaffenen Paradies hat sie ihren Platz an der Sonne und ruht sie sich vor ihrem Rosenlorbeer aus. Indessen regen ihre Hände sich. Sie strickt, schlecht oder recht, an ihrem Schicksal. Es wirkt die Norne 4/ den Faden, Moira, 5/ mächtiger als die Götter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ist es Sommer, doch der nächste Winter kommt bestimmt. Dem zottigen Hund zu ihren Füßen kann er nichts anhaben. Den Oleander, das mit liebevoller Sorgfalt gemalte, paradiesisch schöne, doch nutzlose Mittelmeergewächs, das nur leichten Frost verträgt, so um -1° C, wird die Frau zurechtstutzen und in die Stube stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird sie es irgendwann leid? Werden sich, wo der Oleander blüht, schrillere Exoten spreizen? Blüht in diesem Hof wie gehabt, einst wieder der Flieder, oder wird die Liebe dieser Frau zum Oleander ewig währen? Nach Jahren wird dort ein anderer Hund ihr zu Füßen liegen oder eine andere Frau sitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahnt er - kein Exemplar seiner Rasse hatte je einen Stammbaum - dass seinesgleichen, da es den Leuten schlechter als damals geht, und die „Schwowe&amp;quot; weg sind, einst als elende Straßenköter ihr Leben um die Jahrtausendwende fristen, dass eine Filmdiva im Rentenalter 6/ anreist, 7/ um sich zwar nicht über das Elend der Menschen, wohl aber der Hunde zu entrüsten? Ahnt diese Frau, dass sie, da sie einen Stammbaum hat, 8/ flüchten oder auswandern und nicht in Banater Heimaterde bestattet, oder, falls ihr Haus paar Kilometer westlich der Wahlheimat des Malers steht, 9/ erschlagen, in Banater Heimaterde verscharrt und ihr ein Menschenalter darauf ein Denkmal gesetzt wird? 10/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hunderasse hielt man schon ewig. Der Charme dieser Frau ist archaisch. Wie sie Ellenbogen und Handgelenk anwinkelt und sie - aus zarten Schultern erfolgt die Bewegung - vor der flächigen, doch fülligen Brust hält, erinnert sie an die Venus von Willendorf. 11/ Primitiv wie sie ist, oder eben deshalb ist die Venus von Willendorf schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelöst und doch bei der Sache, wie sie darein blickt, darauf bedacht, dass es wie auf ihrem Hof mit Oleander schön sei, mag sie, die Beine der Strickenden lassen eine repetierende 12/ Bewegung erahnen, im Bett gewesen sein. Es waren banaterschwäbische Ehen kein von eben so abgrundtiefem wie wandelbarem slawischem Gefühl entfachtes und asiatischem oder lateinischem Temperament 13/ endlos geschürtes Feuerwerk. Großbauernehen wurden freilich nicht im Himmel geschlossen. Damit „das Feld&amp;quot;, der Grundbesitz, „zusammen bleibt&amp;quot;, wurden Heiraten wie in Herrscherhäusern „ausgemacht&amp;quot;. Die Ehen hielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass einst Schwaben im Banat waren, wird man noch lange selbst dort merken, wo längst keine mehr sind. Die Bank, worauf die Frau sitzt, ist keine Improvisation wie manches auf diesem Bild, sondern gediegene Handwerkerarbeit und typisch für banaterschwäbische Behaglichkeit. Sie passt ins Idyll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Idylle erhaben oder grotesk? Ist der „Hof mit Oleander&amp;quot;, Carl Spitzweg 14/ lässt grüßen, Hohelied oder Karikatur verniedlichter Armut als heile Welt? Die Grenzen sind fließend. Napoleon hat es gesagt: Vom Erhabenen zum Grotesken ist es nur ein Schritt. Nichtsdestoweniger ist jeder Farbakkord auf dem „Hof mit Oleander&amp;quot; ein Hohelied auf die Banater Schwäbin und das Banaterland, des Malers und des Modells Heimatland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Banaler Schwaben vererbten Haus und Hof, sowie sonstigen Grundbesitz dem Erstgeborenen. Die anderen gingen leer aus. Häusler, als „Futjepaure&amp;quot; (&amp;lt; rumänisch: a fute) bespöttelt, pachteten Land und verarbeiteten es um die Hälfte des Ernteertrages. Die andere Hälfte ging als Pachtzins an den Grundbesitzer. Häusler nannte man noch „Halbscheidbauern&amp;quot;, Bauern um die Hälfte (des Ertrages).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 mit Gemüse handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph. Bestimmte als die treibende Kraft der Vorstellung den Willen als blinden Drang zum Leben. Höchste Weisheit ist die Verneinung des Willens zum Leben, höchste Sittlichkeit Mitleid. Die Welt als Wille und Vorstellung (1819).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 Schicksalsgöttin der germanischen Mythologie; es gab ihrer drei: Urd (Vergangen-heit), Verdandi (Gegenwart), Skuld (Zukunft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 bei Homer das Göttern und Menschen zugeteilte Los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6 Brigitte Bardot (* 1934), französische Filmschauspielerin, typbildender Star der 1950er und 1960er Jahre, heute Engagement für bedrohte Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 nach Bukarest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 Aus Kirchenmatrikeln ist der Stammbaum erstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 im serbischen Banat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 auf dem ehemaligen Lagergelände bei Rudolfsgnad (Knićanin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11 Willendorf in der Wachau, österreichischer Ort bei Krems an der Donau, jung-paläolithische Fundplätze (bekannt die Venus von Willendorf, eine altsteinzeitliche Kalksteinstatuette)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 zusätzliche, sich wiederholende Bewegung, wenn man z.B. nach einer gezielten Bewegung noch mit den Armen oder dem Bein schlenkert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13 Im Banat wird zu rumänisch, serbisch und kroatisch sowie ungarisch gesprochen. Die banaterdeutsche Mundart ist jetzt nur noch selten zu hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14 deutscher Maler (1808-1855), spätromantischer Darsteller der biedermeierlichen Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger. „Hofpartie mit Oleander“ (Reproduktion: Dr. Peter Fraunhoffer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatblatt Hatzfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildbetrachtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0591 - Stefan Jäger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Schulz   |AutorVorname        = Hans  |Aufsatztitel        = Stefan Jäger  |Zeitungstitel       = Obser…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schulz &lt;br /&gt;
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 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Observator de Jimbolia&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Evenementele săptămânii&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Jäger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
La ceas aniversar doresc să amintesc cititorilor ziarului Observator că [[Stefan Jäger]] s-a născut la 28 mai la Cenei. S-a stins din viaţă în 16 martie 1962 la Jimbolia unde a trăit peste 50 de ani. A lăsat posterităţii peste 1000 tablouri pictate în ulei. Astăzi vă prezentăm reproducerea tabloului &amp;quot;Întrarea în biserică&amp;quot;, care ne-a sosit la dl. dr. Peter Fraunhofer din Welz-Austria de asemenea să atrag atenţia asupra tablourilor &amp;quot;Blândul păstor&amp;quot; şi a celorlalte două tablouri care se găsesc în Biserica catolică din Jimbolia şi se găsesc într-un grad avansat de degradare. Restaurarea lor încă se poate face, dar din lipsa totală a fondurilor Muzeul &amp;quot;Stefan Jäger&amp;quot; n-o poate face.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
prof. H. SCHULZ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Repro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Messe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Observator de Jimbolia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0444 - Stefan Jäger</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schulz&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Hans&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Suflet nou&lt;br /&gt;
 |Untertitel          = revista a satului bănăţean [Comloşul Mare]&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = Comloşul Mare&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            = Serie IV, Jg. 2 &lt;br /&gt;
 |Nummer              = 2 (19)&lt;br /&gt;
 |Datum               = März-April 1994&lt;br /&gt;
 |Seite               = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stefan Jäger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 - născut la 28 mai, în comuna Tschene (Cenei), ca fiu al lui Franz Jäger (barbier şi felcer) şi al Magdalenei Jäger (născută Schuller);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 - 1889 - copilăria în Cenei şi şcoala elementară din Biled;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 - 1893 - gimnaziul particular Franz Wieszner Timişoara;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 - 1895 - Şcoala Medie (6 clase) la Szegedin;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 - 1899 - Belle Arte la Budapesta (elevul profesorului Balló Ende şi al profesorului Szekely Bertalán;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - a obţinut diploma ca pictor şi profesor de desen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1901 - călătorii de studii în Austria, Germania, Italia;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 - decedează tatăl, înmormântat la cimitirul din Cenei;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 - se stabileşte la Budapesta (pictează peisaje; naturi moarte, tablouri cu sfinţi);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 - comanda pentru tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot;, comanda din partea comunei Gertjanosch (Cărpiniş); face călătorii de studii la Stuttgart, Ulm,&lt;br /&gt;
	Nürnberg pentru studierea porturilor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 -1910 - pictează la tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - este expus pentru prima dată tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot; (triptic, ulei pe pânză, 1,450 x 5,100 semnat jos, în partea dreaptă: Jäger I.)          şi atunci se stabileşte în Jimbolia;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 - 1918 - ia parte la primul război mondial pe front;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918- se întoarce la Jimbolia, unde rămâne până la moarte;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 - moare mama pictorului (este înmormântată în cimitirul din Jimbolia);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 - prima expoziţie cu tablouri de Stefan Jäger la Gross – Betschkerek (Becicherecul Mare, în lugoslavia -picturi din colecţii particulare);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - Expoziţia picturilor-şvăbeşti la Jimbolia, în Bauernheim (Casa de cultură); expun cu Jäger pictorii: Franz Ferch, Rudolf Ferch, Emil Lenhard şi sculptorul&lt;br /&gt;
	Sebastian Rotschingk;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 - Teatrul German din Timişoara comanda un tablou pentru Gh. Gh. Dej; pictorul pictează &amp;quot;Zi de recoltă&amp;quot;; pictura este acceptată; primeşte Ordinul Muncii clasa a	II-a cu ocazia împlinirii a 80 de ani;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 la 16 martie moare pictorul; este înmormântat în cimitirul din Jimbolia, unde este şi mama sa;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 - expoziţie comemorativă la Muzeul Banatului din Timişoara;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 - în fostul său atelier de pictură se deschide Casa Memorială (iniţiatorii au fost prof. Ioan Schulz şi prof. Karol Gross);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 - apare la Editura Kriterion, Bucureşti, monografia &amp;quot;Stefan Jäger&amp;quot;, de Annemarie Podlipny Hehn;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 - expoziţie comemorativă - 100 de ani de la naşterea pictorului, la Şcoala Medie din Jimbolia, cu picturi din colecţii particulare (au fost expuse 59 de picturi, expoziţa comemorativă fiind organizată de prof. loan Schulz); după deschiderea expoziţiei au urmat comunicări ştiinţifice susţinute de: prof. Maria Forray,	prof. Ioan Schulz, Nikolaus Berwanger ş. a.;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 - 1992 - expoziţia itinerantă în Germania, organizată de &amp;quot;Landsmannschaft der Banater Schwaben&amp;quot;, cu aproape 200 de lucrări de pictorul St. Jäger şi tripticul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat” - în oraşele Ingolstadt, Fürth, Mainz, Sttutgart,	Franfenthal, Ulm şi München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Date biografice transmis de Ioan SCHULZ, muzeograf&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medailonfoto Hundertjahrfeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suflet nou]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0444 - Stefan Jäger</title>
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&#039;&#039;&#039;Stefan Jäger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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1877 - născut la 28 mai, în comuna Tschene (Cenei), ca fiu al lui Franz Jäger (barbier şi felcer) şi al Magdalenei Jäger (născută Schuller);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 - 1889 - copilăria în Cenei şi şcoala elementară din Biled;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 - 1893 - gimnaziul particular Franz Wieszner Timişoara;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 - 1895 - Şcoala Medie (6 clase) la Szegedin;&lt;br /&gt;
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1895 - 1899 - Belle Arte la Budapesta (elevul profesorului Balló Ende şi al profesorului Szekely Bertalán;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - a obţinut diploma ca pictor şi profesor de desen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899 - 1901 - călătorii de studii în Austria, Germania, Italia;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 - decedează tatăl, înmormântat la cimitirul din Cenei;&lt;br /&gt;
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1902 - se stabileşte la Budapesta (pictează peisaje; naturi moarte, tablouri cu sfinţi);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 - comanda pentru tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot;, comanda din partea comunei Gertjanosch (Cărpiniş); face călătorii de studii la Stuttgart, Ulm,&lt;br /&gt;
	Nürnberg pentru studierea porturilor;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 -1910 - pictează la tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 - este expus pentru prima dată tabloul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat&amp;quot; (triptic, ulei pe pânză, 1,450 x 5,100 semnat jos, în partea dreaptă: Jäger I.)          şi atunci se stabileşte în Jimbolia;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 - 1918 - ia parte la primul război mondial pe front;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918- se întoarce la Jimbolia, unde rămâne până la moarte;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 - moare mama pictorului (este înmormântată în cimitirul din Jimbolia);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 - prima expoziţie cu tablouri de Stefan Jäger la Gross – Betschkerek (Becicherecul Mare, în lugoslavia -picturi din colecţii particulare);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 - Expoziţia picturilor-şvăbeşti la Jimbolia, în Bauernheim (Casa de cultură); expun cu Jäger pictorii: Franz Ferch, Rudolf Ferch, Emil Lenhard şi sculptorul&lt;br /&gt;
	Sebastian Rotschingk;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 - Teatrul German din Timişoara comanda un tablou pentru Gh. Gh. Dej; pictorul pictează &amp;quot;Zi de recoltă&amp;quot;; pictura este acceptată; primeşte Ordinul Muncii clasa a	II-a cu ocazia împlinirii a 80 de ani;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 la 16 martie moare pictorul; este înmormântat în cimitirul din Jimbolia, unde este şi mama sa;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 - expoziţie comemorativă la Muzeul Banatului din Timişoara;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 - în fostul său atelier de pictură se deschide Casa Memorială (iniţiatorii au fost prof. Ioan Schulz şi prof. Karol Gross);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 - apare la Editura Kriterion, Bucureşti, monografia &amp;quot;Stefan Jäger&amp;quot;, de Annemarie Podlipny Hehn;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 - expoziţie comemorativă - 100 de ani de la naşterea pictorului, la Şcoala Medie din Jimbolia, cu picturi din colecţii particulare (au fost expuse 59 de picturi, expoziţa comemorativă fiind organizată de prof. loan Schulz); după deschiderea expoziţiei au urmat comunicări ştiinţifice susţinute de: prof. Maria Forray,	prof. Ioan Schulz, Nikolaus Berwanger ş. a.;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 - 1992 - expoziţia itinerantă în Germania, organizată de &amp;quot;Landsmannschaft der Banater Schwaben&amp;quot;, cu aproape 200 de lucrări de pictorul St. Jäger şi tripticul &amp;quot;Venirea şvabilor în Banat” - în oraşele Ingolstadt, Fürth, Mainz, Sttutgart,	Franfenthal, Ulm şi München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Date biografice transmis de Ioan SCHULZ, muzeograf&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Foto:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medailonfoto Hundertjahrfeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
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		<title>ART:0576 - Erfassung von Jäger-Bildern</title>
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		<updated>2015-03-05T07:53:16Z</updated>

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 |Seite               = 8&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kustode der [[St. Jägergedenkstätte]], Prof. [[Hans Schulz]], bemüht sich das Lebenswerk von [[Stefan Jäger]] fotografisch zu dokumentieren. Die Bilder von St. Jäger sind ganz wichtige Zeugnisse unserer Vergangenheit und sollen wenigstens als Fotographien zusammengetragen werden und in Alben nach Themen in der St. Jägergedenkstätte ausgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Bilder oder Skizzen von St. Jäger besitzt und das Fotographieren derselben erlaubt, wende sich bitte an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Casa memorială St. Jäger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kustode: Prof. Hans Schulz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
str. T. Vladimirescu nr. 102&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 - Jimbolia, Rumänien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Fotos von Bildern werden gerne und mit Dank angenommen. Erwünscht wäre auf die Rückseite des Bilders zu schreiben: Titel des Bildes, Eigentümer, Dimensionen, Maltechnik (Öl, Aquarell,...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans SCHULZ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Observator de Jimbolia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0804 - Engagement für Banater Kunst und Literatur</title>
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		<updated>2015-03-05T07:43:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Schneider  |AutorVorname        = Eduard  |Aufsatztitel        = Engagement für Banater Kunst und Liter…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schneider&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Dr. phil. Annemarie Podlipny-Hehn wurde siebzig&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den gut über dreißig Jahren ihres Hervortretens als Buchautorin, Herausgeberin und Publizistin waren Bildende Kunst und Literatur die Schwerpunkte des Wirkens von Annemarie Podlipny-Hehn. Durch den Umfang ihrer Veröffentlichungen erwies und erweist sie sich dabei als eine der Produktivsten unter den Banatern, die sich in diesen Sachbereichen zu Wort meldeten. Für etwa ein Dutzend Bücher und Broschüren – seit Beginn der siebziger Jahre erschienen – zeichnet sie als Verfasserin. Hinzu kommt – das Verzeichnis mehr als verdoppelnd – eine ganze Reihe von Bänden, die sie editorisch betreut hat. Nicht zu reden von den Beiträgen in Zeitungen und Zeitschriften, in denen sie in dieser Zeitspanne laufend präsent war. Die Kunst- und Literaturhistorikerin, die in ihren Beiträgen teils auch neue Sichtweisen und Forschungsergebnisse einbrachte, deren Tätigkeit auf das kulturelle Banat fokussierte, über diesen unmittelbaren Interessenbereich aber auch hinausreichte. Dr. phil. Annemarie Podlipny-Hehn vollendete unlängst ihr 70. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren wurde sie am 20. Februar 1938 in Lovrin als Tochter des Fotografen Johann Hehn und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Wiewe. Nach dem Germanistikstudium in Temeswar, das sie 1961 beendete, war sie zunächst Lehrerin im Banater Bergland, danach, ab 1964 bis zum Eintritt in den Ruhestand, Kustodin an der Kunstabteilung des Banater Museums. Die Bildende Kunst – früh nahm Annemarie Podlipny-Hehn als Malerin mit eigenen Arbeiten auch an Ausstellungen teil – wurde in dieser Zeit zum Hauptfeld ihrer Betätigung. Pressebeiträge der Kunsthistorikerin, die auch als Kunstkritikerin hervortrat, belegen ihre Beschäftigung mit der Banater Kunst der Vergangenheit und Gegenwart. In den endsechziger und frühen siebziger Jahren, da es den Banater Schwaben darum zu tun war, ihre kulturellen Traditionen nachhaltiger darzustellen, als das in der Nachkriegszeit bis dahin möglich war, war es auf dem Gebiet der Bildenden Kunst Annemarie Podlipny-Hehn, die dazu beitrug, dass dieses Erbe einer breiteren Öffentlichkeit bewusst und zugänglich gemacht wurde. Ihre früheste Monografie, 1972 im Bukarester Kriterion-Verlag veröffentlicht, war dem Schwabenmaler [[Stefan Jäger]] (1877–1962) gewidmet. Gestützt auf Vorarbeiten von Stefan-Jäger-Kennern und auf eigene Recherchen, legte Annemarie Podlipny-Hehn mit dem Bildband die erste umfangreichere Gesamtpräsentierung des Heimatkünstlers vor. Es zählt zu ihren Verdiensten, dabei neben Jägers populären Werken, darunter das große [[Einwanderungsgemälde]] und Trachtenbilder, den besonderen Wert der weniger bekannten Alltagsskizzen des Künstlers unterstrichen zu haben. Dem Jäger-Album ließ sie 1975, ebenfalls bei Kriterion, einen Bildband über [[Franz Ferch]] (1900–1981) folgen, in dem sie einen der bedeutendsten Gegenwartskünstler des Banats erkennt. Einen geschichtlichen Überblick über einen wichtigen Bereich im Kunstschaffen der Region bietet dann ihr Band „Banater Malerei vom 18. bis ins 20. Jahrhundert“ (1986). Sie wendet sich in der Gesamtschau, was so noch nicht geschehen war, dem Werk deutscher, rumänischer, serbischer wie auch ungarischer Künstler zu, die aus dem Banat stammen oder dort gewirkt haben. In chronologischer Folge werden die Maler vorgestellt, doch auch künstlerische Richtungen, denen diese folgten, zeichnen sich ab. Die eingehendere Beschäftigung mit deren Werk sollte es ihr später ermöglichen, weitere monografische Darstellungen herauszubringen, so über Julius Podlipny (1986), mit dem sie lange Jahre verheiratet war, über Hildegard Kremper-Fackner (1991), Oskar Szuchanek (1995) und Ferdinand Gallas. Sehr aufmerksam verfolgte die Kunstkritikerin das zeitgenössische Kunstgeschehen des Banats, insbesondere in Temeswar, was sich in zahlreichen Presseaufsätzen niederschlug (Chroniken, Porträts, Gedenk- und Würdigungsartikeln). Ihr Sammelband „Werte aller Zeiten“ aus dem Jahr 1998 kann als bezeichnend für ihr weites Interessen- und Betätigungsfeld betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Herbst 1969 die Internationale Lenau-Gesellschaft – die ILG in Wien – in Temeswar tagte, übrigens zum ersten Mal in einem kommunistischen Land, wurde im Geburtsort des Dichters, in Lenauheim, auch die Gedenkstätte vor Ort neu eingerichtet. Seitens des dafür zuständigen Banater Museums war es Kustos Annemarie Podlipny-Hehn, die für eine fach- und sachgerechte Präsentierung der Ausstellung sorgte. Dank ihrer Nachforschungen konnten neue Exponate eingebracht werden, darunter solche, die Kontakte von Nachkommen der Familie Lenaus zu Siebenbürgen bzw. Bukarest belegten. Und auch zur Geschichte des Geburtshauses und des Dichterdenkmals in Lenauheim, ehemals Csatád, führte sie Recherchen durch. Daraus entstand später die Bilddokumentation „Nikolaus Lenau in Rumänien“ (Bukarest 1988, 1991). Die Germanistin, die 1990 mit einer Arbeit über Oscar Walter Cisek zum Dr. phil. Promoviert hatte, die sie 1999 in gekürzter Fassung auch als Buch vorlegte, trat bald danach – teils als Ergebnis von Studien- und Dokumentationsaufenthalten in Deutschland – mit dem der rumänischen Königin und deutschen Dichterin gewidmeten Band „Carmen Sylva“ hervor, in dem sie sich mit einem Bereich deutsch-rumänischer Beziehungen befasste, der im Rumänien der Nachkriegszeit tabuisiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Temeswarer Eindrücke und Erlebnisse der Wendejahre 1989/90 und wie sich der Umbruch auswirkte, spiegelte die Autorin literarisch verbrämt in ihrem Bändchen „Wir waren Zeugen“ (München, 1991). Beim damals ins Leben gerufenen Demokratischen Forum der Deutschen in Temeswar wirkte sie längere Zeit als Vorsitzende; heute ist sie Vorstandsmitglied. Sie lud in dieser Eigenschaft zu Banater Kulturtagungen in Temeswar ein und nahm an solchen vor Ort und wiederholt im Ausland teil. Der von ihr geleitete Literaturkreis „Stafette“, dem Interessenten und Schreibende verschiedener Generationen angehören, unter ihnen nicht wenige junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die sich mit eigenen Büchern vorstellen konnten, wurde in diesen Jahren zu einem Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Sie brachte seit 1992 13 Sammelbände dieses Kreises heraus, betreute aber auch Einzelbände, wie den von Erika Scharf zum Beispiel, organisierte die Zusammenkünfte des Zirkels und unternahm mit ihm Gruppenlesereisen im In- und Ausland. Ein „Weiterleben der rumäniendeutschen Literatur nach dem Umbruch“ (Ingmar Brantsch) ist so mit ihrem eifrigen und unnachgiebigen Dazutun eng verknüpft. Zu den Würdigungen, mit denen Dr. Annemarie Podlipny-Hehn für ihre Leistungen bedacht wurde, zählen ein Sonderpreis des Temeswarer Schriftstellerverbandes (1997) und der rumänische „Ritterorden für Treue Dienste“ (2002). Aus Anlass ihres 70. Geburtstages ist sie für ihr verdienstvolles Wirken in den Bereichen Kunst und Literatur und für ihr Engagement im Forum der Banater Deutschen im Temeswarer Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus vom Forumsvorsitzenden Dr. Karl Singer mit der Ehrennadel in Gold des Banater Forums ausgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>ART:0596 - Abwechslungsreiche Vorträge</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Aufsatz  |AutorName           = Schmidt  |AutorVorname        = Erwin  |Aufsatztitel        = Abwechslungsreiche Vorträge  |Herausgeber…“&lt;/p&gt;
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 |AutorName           = Schmidt&lt;br /&gt;
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 |HerausgeberName     = Landsmannschaft der Banater Schwaben Landesverband Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
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 |Buchtitel           = Kulturtagung 1999 Sindelfingen&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 6&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Zur Broschüre &amp;quot;Kulturtagung 1999&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Auszug)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre über die 35. Kulturtagung der Landsmannschaft der Banater Schwaben enthält den Wortlaut der sechs gehaltenen Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Schmidt verdeutlicht das künstlerische Schaffen von [[&amp;quot;Stefan Jäger&amp;quot;]], dem &amp;quot;spätimpressionistischen Milieumaler&amp;quot;, indem er diesen mit den Berliner Malern Max Liebermann und Heinrich Zille vergleicht. Für den interessierten Laien sind lehrreich die kunstgeschichtlichen Einführungen in den Impressionismus und das Genrebild wie auch über Ölmalerei und Aquarell schlechthin. Es werden elf Bilder Liebermanns, des &amp;quot;Malers des Bürgertums&amp;quot;, neben die Gemälde des &amp;quot;Schwabenmalers&amp;quot; gestellt, darunter auch das allen bekannte [[&amp;quot;Einwanderungsbild&amp;quot;]]. Zille und Jäger sind Dokumentaristen, bloß zeigt der erstere die Schattenseiten des großstädtischen Lebens, der letztere die heile Welt eines ländlichen Daseins: 16 Bilder zeugen davon. [[Stefan Jäger]] bleibt der Kulturgeschichtler mit Pinsel und Leinwand des Banater Deutschtums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturtagung]]&lt;br /&gt;
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		<title>ART:0229 - Erfolgreiche Bilderausstellung des Banaters Franz König</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schmidt&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sonntag, den 8. 11. um 10 Uhr, wurde im Haus der Donauschwaben eine Bilderausstellung des Freizeitmalers [[Franz König]] eröffnet. Landsmann König war bis zu seiner Aussiedlung Lehrer in Hatzfeld und war im Banat bekannt durch seine Kopien von Bildern-Trachten und Landschaften- des Heimatmalers [[Stefan Jäger]].&lt;br /&gt;
Die ausgestellten Bilder in Öl und Tempera sind meist Kopien und im Stile Jägers nachgebildete Banater Dorf- und Landschaftsmotive. Bei den Landsleuten, die bei der Eröffnung zugegen waren, und bei jenen, die die Ausstellung seither besuchten, erwecken die Bilder heimatliche Erinnerungen und finden gute Aufnahme. Die Ausstellung wurde am 3. 12. geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nik. Schmidt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Eingliederungstagung des Landesverbandes Baden-Württemberg unserer Landsmannschaft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend besuchte man die Bilderausstellung des Landsmannes [[Franz König]] im Haus der Donauschwaben, der Banater Trachten- und Landschaftsbilder im Stile [[Stefan Jäger]] ausgestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Sch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeitmaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<title>ART:0270 - Bilderausstellung im Haus der Donauschwaben</title>
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		<updated>2015-03-05T07:03:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Bibliografie Zeitung  |AutorName           = Schmidt  |AutorVorname        = Nikolaus  |Aufsatztitel        = Bilderausstellung im Haus der Donauschw…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schmidt&lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Nikolaus&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Bilderausstellung im Haus der Donauschwaben&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Banater Post&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     = München&lt;br /&gt;
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 |Nummer              = 8&lt;br /&gt;
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 |Seite               = 8&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. März 84 wurde von Josef Eder, Geschäftsführer des Vereins Haus der Donauschwaben in Sindelfingen, die Gemäldeausstellung des Banater Freizeitmalers [[Franz König]], geboren in Hatzfeld, eröffnet. Der Maler ist ein entfernter Verwandter des bekannten Heimatmalers [[Stefan Jäger]] und wirkt jetzt als Lehrer in Böblingen. Seine Bilder in Öl und Tempera, meist bekannte Motive nach [[Stefan Jäger]], zeigen die weite Ebene der Banater Heide, mit schaffenden und feiernden Banater Schwaben in den bunten Festtagstrachten und in der schlichten Arbeitskleidung. Auch das [[Einwanderungsbild]] ist gekonnt nachgemalt. Die bekannten Jägerbilder: Tanzpause, Kirchweihtanz, Am Sonntagnachmittag, Roßmühle, Dorfrand, Heimkehr vom Feld und viele andere wecken die Erinnerung an das Banater Leben, wie es einst war. In jedem donauschwäbischen Haus müßte so ein Stück aus der alten Heimat zu sehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N. Sch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Banater Post]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwähnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeitmaler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.7.114.42</name></author>
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		<id>https://w3.banater-archiv.de/index.php?title=ART:0584_-_Stefan_J%C3%A4ger_%E2%80%93_ein_sp%C3%A4timpressionistischer_Milieumaler&amp;diff=9349</id>
		<title>ART:0584 - Stefan Jäger – ein spätimpressionistischer Milieumaler</title>
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		<updated>2015-03-05T06:53:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;77.7.114.42: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Bibliografie Zeitung&lt;br /&gt;
 |AutorName           = Schmidt &lt;br /&gt;
 |AutorVorname        = Norbert&lt;br /&gt;
 |Aufsatztitel        = Stefan Jäger – ein spätimpressionistischer Milieumaler&lt;br /&gt;
 |Zeitungstitel       = Typoskript&lt;br /&gt;
 |Untertitel          =&lt;br /&gt;
 |Erscheinungsort     =&lt;br /&gt;
 |Jahrgang            =&lt;br /&gt;
 |Nummer              =&lt;br /&gt;
 |Datum               = 1999&lt;br /&gt;
 |Seite               =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Meine malerische Tätigkeit war hauptsächlich darauf gerichtet, meinen Landsleuten gewissenhaft ausgeführte Bilder in leicht verständlicher Form mit Motiven aus dem Banater Volksleben und der Heidelandschaft zugänglich zu machen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lautet Stefan Jägers Bekenntnis, das er als Motto seinem Lebenswerk gab. Diese Worte sagen alles über Inhalt und Intention seiner Bilder, aber auch über seine Methode des Ausdrucks, also alles über das Was und Wie des Dargestellten aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger kann kurz als impressionistischer Genremaler bezeichnet werden. (Übrigens eine Kombination, die für viele Impressionisten zutrifft.) In diesem Sinne möchte ich ihm heute zwei deutsche Maler vergleichend zur Seite stellen: einen Impressionisten, Max Liebermann, und einen Genremaler, Heinrich Zille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war nicht spekulative Absicht, aber der Vergleich mit Malern aus Deutschland erweist sich gleichzeitig als eine Art Spätaussiedlung, oder wenn Sie so wollen, als der Versuch einer Integration Stefan Jägers post mortem in die altneue Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich mich den drei Malern zuwende, drei Herren, die viel Gemeinsames an Künstlerischem und Wesenszügen haben, aber auch derart Gegensätzliches, dass nur das Extreme gemeinsam ist, lassen Sie mich zuerst über einige Begriffe des heutigen Themas etwas sagen. Vielleicht sehen wir dann einige Bilder anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen unter Ihnen, verehrte Damen und Herren, für die ich Eulen nach Athen trage, mögen mir das nachsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Impressionismus&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kunst der Renaissance und des Barock eiferten die Schüler ihren Meistern nach, sie versuchten sie zu erreichen und zu übertreffen. Dass man sich vom Stil der Lehrer abwendet und lösen möchte, dass diese Ablösung Schwierigkeiten bereitet, ist ein Fall der neueren Geschichte und der Emanzipation. Im 19. Jh. will der Schüler eigene Wege gehen. So entstand der Realismus und der Impressionismus als Auflehnung gegen die als staubig, salonhaft und akademisch empfundene Atelierkunst der Vätergeneration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Realismus&#039;&#039; wandte sich gegen jede Form von Idealismus und strebte eine Darstellung des Diesseits, der wirklichen Welt als Realität an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Impressionismus&#039;&#039; war eine Konsequenz des Realismus und des gleichzeitig steigenden Interesses für die Naturwissenschaften: Als die Maler das Atelier verließen und die Wirklichkeit im Freien suchen gingen, kamen sie ganz von selbst dazu, Licht und Farben immer schärfer zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Schritte in diese Richtung taten die Mitglieder der Malerkolonie in Barbizon (Th. Rousseau, Diaz, Millet, Daubignon, Corot u.a.) und die beiden Maler, die dem Realismus die eigentliche Gestalt gaben, Gustave Courbet (1819-1877) in Frankreich und Wilhelm Leibl (1844-1900) in Deutschland. Zum wirklichen Vater der impressionistischen Schule wurde Edouard Manet (1832-1883), als er 1863 mit seinem „Frühstück im Grünen“ im Salon der Refüsierten einen Kunstskandal heraufbeschwor. Er fand aber seine Jünger: Einige Jahre darauf folgten Männer wie Claude Monet (1840-1926), Edgar Dégas (1834-1917), Camille Pissaro (1840-1926), Auguste Renoir (1841-1919), Alfred Sisley (1839-1899) u.a. seinem Beispiel mit der Darstellung von Szenen des zeitgenössischen Lebens und der Landschaften ihrer Umgebung. Die Bewegung war gleichzeitig von einer radikalen Änderung der Technik begleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sie glaubten nämlich, dass das Auge nicht auf einen Blick alle Teile einer Szene gleichermaßen scharf aufnehmen kann, und zogen es daher vor, den allgemeinen Eindruck eines Motivs, einen unmittelbaren, vom Auge zufällig eingefangenen Sinneseindruck darzustellen, anstatt es Detail für Detail wiederzugeben. In ihrer Verfolgung des Ephemeren und der Lichteffekte gaben die Impressionisten allmählich die feste Form auf; in zahlreichen Kompositionen sind Häuser und Bäume nahezu in Licht aufgelöst. Sie malten nicht mehr die Dinge, sondern ihren Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Um der Leuchtkraft des Sonnenlichtes so nahe wie möglich zu kommen, schlossen sie zuerst Schwarz aus ihrer Palette aus, dann die tonigen Erdfarben, die die zeitgenössischen akademischen Maler (und selbst Courbet) weitgehend benutzt hatten. Sie stellten auch fest, dass die Teile eines Körpers, die sich im Schatten befinden, nicht nur dunkler sind, sondern auch eine abweichende Farbe haben, und zwar die komplementäre Farbe zu der des Lichtteils, das heißt, der beschattete Teil eines gelben Körpers wird leicht violett sein, usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Verlagerung des Ateliers ins Freie führte zum kleinen Format der Leinwand, die leicht zu tragen sein musste, und zur charakteristischen schnellen Pinselführung, denn um den flüchtigen Eindruck von Sonnenlicht und Schatten festzuhalten, musste der Maler schnell und genau arbeiten, also prima malen, wie diese Art zu malen genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der konsequenteste Vertreter des Impressionismus war Claude Monet. Er nannte eines seiner Bilder „Impression“. Von diesem Bildtitel aus ergab sich das Kennwort Impressionismus für den ganzen Kreis. Monets Darstellungen von Heuschobern und der Fassade der Kathedrale von Rouen in verschiedenen Variationen von Klima- und Lichtbedingungen sind die typischsten von allen impressionistischen Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Stellung nimmt Edgar Dégas ein. Nie hat er mit seiner Staffelei vor einer Landschaft, in der Oper oder sonst an Ort und Stelle gestanden. Alle seine rund tausend Bilder malte er im Atelier. Sein Weg zum Unmittelbaren führt weniger über die Auflösung der Bildform in Luft und Farbe, als über die Ablösung der Bildform von der üblichen Atelierkomposition: Er hob das Gewohnte des mehr oder weniger symmetrischen Kompositionsschema auf, indem er ein Stück Wirklichkeit asymmetrisch, bizarr und ungewohnt entwickelte und so den Eindruck des Momentanen, Impressionistischen vermittelte, so, wie wir es zum Beispiel bei der Betrachtung seiner Balletteusen empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Deutschland gelangte der Impressionismus erst wirklich nach der Jahrhundertwende, und vor allem ins aufgeschlossene Berlin, wo die Vettern Paul und Bruno Cassirer in ihrer Kunsthandlung Impressionismus und Expressionismus vermittelten („Durch Manet und Monet zu money.“), also zu der Zeit, als in Frankreich diese Bewegung sich bereits weitgehend aufgelöst hatte (mit Ausnahme von Monet, der die Untersuchungen von Licht und Farbe bis zu seinem Tode verfolgte). Diese Verspätung um eine Generation ist auf den deutsch-französischen Krieg 1870/71 zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den hervorragendsten deutschen Impressionisten entwickelten sich Lovis Corinth (1858-1925), Max Slevogt (1868-1932), Fritz von Uhde (1848-1911), Wilhelm Trübner (1851-1917) und eben „unser“ Max Liebermann (1847-1935).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Siegeszug des Impressionismus gen Osten dauerte dann in der Regel noch einmal eine Generation und hielt länger an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Genrebild&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Bildgattung ist erst seit dem 18. Jh. gebräuchlich, in der Kunst ist das Genrebild jedoch schon in der Antike ein beliebtes Thema gewesen; denn man versteht unter diesem Begriff die Malerei von Szenen des täglichen Lebens. Wir finden es bei den Griechen, den Etruskern, den Römern, und sogar Echnaton ließ sich mit Frau und Töchtern familiär darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später dann tauchen selbst in Szenen aus dem Leben Jesu genrehafte Züge auf: ob es im 14. Jh. Konrad von Soests feueranpustender Josef oder Ghirlandaios, Anna als Wöchnerin mit allem Drum und Dran oder Liebermanns Jesus als jüdischer Bengel im Tempel ist. Einen Höhepunkt erreichte die Genremalerei in Holland im 16. und 17. Jh., als die Breughels, dann Jan Steen, Vermeer, Terborch und wie sie noch alle heißen kein Thema des profanen Lebens ausließen. Im Rokoko wurde es dann, besonders in England und Frankreich, oft frivol und erotisch, und im Biedermeier bürgerlich-behaglich, aber auch spießig, um sich dann im 19. und 20. Jh. mit Malern wie Heinrich Zille, Käthe Kollwitz, Georg Grosz, Otto Dix u.a. zu sozialkritischen Anklagen gegen das Elend des Proletariats und gegen den Krieg zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Genreperiode wird stets mit naturalistischer Tendenz verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;Naturalismus&#039;&#039; ist eigentlich dasselbe wie &#039;&#039;Realismus&#039;&#039;; der allgemeine Sprachgebrauch hat aber den Naturalismus zum Komparativ des Realismus gemacht: Er ist der realistischere, der konsequentere Realismus. Die Naturalisten betrachteten die Wirklichkeit sachlicher, neutraler, mit unterdrückten Emotionen. In ihrem Thema gehen sie gelegentlich auch weiter, z.B. soziales Milieu oder blutige Schlächterläden. Realisten sind Courbet, Leibl, Trübner, und ich meine auch Stefan Jäger, Naturalisten Liebermann, der frühe Corinth und sicherlich Heinrich Zille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ölmalerei und Aquarell&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aquarellmalerei&#039;&#039; nennt man das Malen mit wasserlöslichen Farben auf möglichst weißem Papier. Es wird mit transparenten Farben gearbeitet: Das Weiß des Papiers leuchtet nach dem Trocknen des Wassers durch die dünne Schicht Farbe hindurch und gibt ihr eine starke Leuchtkraft. Der Malgrund selbst und sein Weiß werden dabei für die hellsten Töne benutzt, indem man den Malgrund freilässt. Das Erzeugen des Eindrucks Weiß durch Auftragen von Deckweiß bedeutet einen eigentlich unerlaubten Übergriff, einen Übergriff in den Bereich einer Abart der Aquarelltechnik, der Gouachemalerei. Auch Cézanne und der späte Corinth schufen Aquarelle, dann die Expressionisten Max Pechstein, Nolde und Erich Heckel; Aquarelle mit etwas Gouache malte Franz Marc. Das ist auch die bevorzugte Technik unseres Meisters Stefan Jäger: „Durch die Wasserfarben verlieh er seinen Bildern Leuchtkraft, Frische und Durchsichtigkeit, während er mittels der Deckfarben stoffliche Gewichtigkeit erzielte“, wie Annemarie Podlipny-Hehn es treffend formulierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Ölmalerei&#039;&#039; verwendet Farben, bei denen als Bindemittel ein Ölfirnis verwendet wird. Man kann, wenn man genug von diesen Farben besitzt, sie auch zum Anstreichen gebrauchen. Von dieser Möglichkeit aus hat sich der Unterschied zwischen dem bloßen Maler und dem Kunstmaler ergeben: Der Maler streicht an, der Kunstmaler malt, oder sollte es wenigstens tun; zuweilen liegt der Unterschied nur im Material. Die Ölfarben für den Anstreicher sind mit billigem Leinölfirnis angesetzt, die Farben für die Kunstmaler mit viel teurerem und kostbarerem Öl, Mohnöl oder dergleichen. Erstens riecht es besser, zweitens trocknet es langsamer und erlaubt infolge dessen länger verbessernde Nacharbeiten, und drittens bleibt die Farbe länger bewahrt vor den Alterskonsequenzen. Der Vorteil der Ölfarben für den Maler ist der, dass benachbarte Farben auf dem Bilde nicht wie so häufig bei der Aquarellmalerei ineinander fließen und ungewollte Mischungen ergeben, sondern sauber und geschieden nebeneinander stehen bleiben. Ja, man kann sie sogar übereinander streichen, ohne dass man es sieht. Die Farbe behält beim Trocknen den gleichen Charakter, sie verliert weder an Glanz noch an Leuchtkraft; beim Aquarell indessen sind die Farben nass immer schöner und leuchten tiefer als trocken. Außerdem verblassen die Farben durch Einwirkung des Lichtes in relativ kurzer Zeit. Um die Qualität des Bildes zu erhalten, müsste es eigentlich vor dem Licht verschlossen werden, um es nur zur gelegentlichen Betrachtung hervorzuholen. So bewahren Museen und Galerien ihre Aquarelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die Ölbilder leuchten nicht ewig. Früher überzog man sie mit einem Schutzfirnis, der sich mit der Zeit bräunlich trübte und den sogenannten Galerieton erzeugte. Mittels entsprechender Lösungsmittel lassen sich die Bilder wieder aufmuntern. Eine Aufmunterung ist jedoch nicht möglich, wenn minderwertige Farben verwendet wurden, wie es wahrscheinlich in mehreren Fällen bei Vincent van Gogh geschah. Auch die Bilder Munkácsys, bei dem ja Liebermann in die Schule ging, sind durch die Asphaltfarben, die er verwendete, schwarz bis zur Kellerlukenwirkung geworden. Etwas von diesem Nachdunkeln sieht man auch bereits auf Liebermanns frühen Bildern. Wie Jäger es mit seinem Einwanderungsbild handhabte und welche Farbqualität er verwendete, ob die Brauntönung nur auf die akademische Farbmischung oder auch auf einen Firnisfilm zurückzuführen ist, weiß ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun endlich zu unseren drei Künstlern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst: [[Stefan Jäger]] (1877-1962) und Max Liebermann (1847-1935)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbildungsweg beider Maler verläuft ähnlich, und doch ganz anders.&lt;br /&gt;
Von einer künstlerischen Erziehung zu Hause ist bei Stefan Jäger nichts bekannt. Für derartiges war ja damals in unseren schwäbischen Stuben kein Sinn, wie eben in jedem jungen, sich in der Entwicklung, im materiellen Absichern befindlichen Volksstamm. Es sei denn, sein kaufmännischer Großvater brachte aus der lieblichen Gegend seiner fränkischen Heimat ein künstlerisches Auge mit. Münnerstadt mit Riemenschneiders Magdalenenaltar liegt unweit von Königshofen im Grabfeld, jenem hübschen Städtchen mit der großen gotischen Kirche, woher die Jägers stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Begeisterung und sein Talent fürs Zeichnen wurde vom Zeichenlehrer Obendorf an der Szegediner Bürgerschule erkannt und gefördert. Dass dann seine Ausbildung zum Maler an der Zeichenlehrer-Bildungsanstalt in Budapest folgte, dürfte auch auf dessen Ratschläge zurückzuführen sein. Dort fand er im Klausenburger Székely Bertalan (1835-1910) einen hervorragenden Lehrer. Bei diesem Piloty-Schüler erfuhr er nicht nur den Sinn für historische Monumentalität, sondern auch das Interesse an einer zarten, impressionistisch anmutenden Darstellung. Dass er in beiden Stilen ein Meister war, beweisen die folgenden Gemälde Skékelys:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „Die Auffindung des Leichnams Ludwig II. nach der Schlacht von Mohács“. (Interessant festzustellen, dass seinem Lehrer Piloty der Durchbruch als Historienmaler mit „Seni an der Leiche Wallensteins“ gelang.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- „Die Tänzerin“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, hier finden die beiden Antipoden der Kunstgeschichte des 19. Jh., das Monumentale und das Spontane, zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jägers weiteren Werdegang, zum Beispiel über seine Studienreisen nach Deutschland, Österreich und Italien nach seiner Budapester Ausbildung, so wie später über seine Person weiß man kaum etwas. Zu bescheiden und scheu lebte er in seiner kleinen Heideumgebung, zu wenig beachtet und geachtet wurde er von seinen Zunftbrüdern und Landsleuten. Nur für kurze Zeit trat er hervor und merklich in unser Bewusstsein. Es waren die Jahre der Ausführung des Auftrages aus Gertjanosch über ein Gemälde zum Thema „Die Ansiedlung der Deutschen im Südosten“. Zwischen 1906 und 1910 entstand dann „Das Einwanderungsbild“, sein Hauptwerk, 6 Meter lang und 1,5 Meter hoch. Wir kennen es alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein monumentales Historiengemälde, ein Meisterwerk in gekonnter akademischer Manier, in Form eines Triptychons mit Simultandarstellung. 1/&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Einwanderungsbild ist ein geschichtlich-ethnographisches Dokument von höchstem Wert. (Es sei nur am Rande bemerkt, dass in der gleichen Zeit in Deutschland die Expressionistenbewegungen „Blauer Reiter“ und „Die Brücke“ entstanden sind, und in Frankreich die „Fauves“ aufzutreten begannen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auftrag brachte ihm außer viel Anerkennung und weniger Geld auch eine Studienreise nach Deutschland ein. Denn zuerst schuf Jäger ein Gemälde, bei dem ihm ein Anachronismus unterlaufen ist: Die Einwanderer trugen darauf nicht die zeitgemäße Tracht. In einem neuen Gemälde sollte das nun wieder gutgemacht werden, indem dem Maler eine Reise nach Deutschland ermöglicht werde, mit dem Zweck, die Trachten unserer Vorfahren zu studieren. (Dafür sammelten die Gertjanoscher 465 Dukaten, soviel also wie damals 4,5 Waggons Weizen kosteten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte dieses Bildes ist ein Beispiel dafür, dass auch von der Historienmalerei ein Kraftstrom des Realismus stammte. Mit dem Betonen des Zeitkostüms und seiner Richtigkeit führte sie ebenfalls ins Realistische, ja sogar ins Naturalistische. 2/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem großen Erfolg mit dem Einwanderungsbild wurde es aber schnell wieder still um Stefan Jäger. Mit Bestellungen von Heiligenbildern und Idyllen und ab und zu auch von Portraits reicher Großbauern hielt er sich und seine Mutter über Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutes hatte das Einwanderungsbild noch: Seit dem beginnt Jäger sich intensiv mit der Welt und dem Schaffen der Banater Menschen auseinander zu setzen. Er zieht sich nach Hatzfeld zurück und vertieft sich in ein gründliches, systematisches Studium des Banater Volkslebens. Durch unzählige Skizzen und Gemälde, eben Genre- und Heimatbildern, in einer impressionistischen Malsprache verfasst, ermalte er sich das Prädikat unseres „Schwabenmalers“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir mal rüber, was Max Liebermann macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist 30 Jahre älter als Jäger und entstammt einer begüterten Fabrikanten- und Kaufmannsfamilie in Berlin. Sein Vater ist nicht glücklich, als sein zweiter Sohn Max Maler werden will, anstatt ins Geschäft einzutreten. Aber als sein Talent entdeckt wurde, erhielt er Privatunterricht (bei Karl Steffek). Seine Ausbildung und künstlerische Entwicklung waren von sehr vielen Studienreisen geprägt: In Weimar begeisterte ihn ein Lehrer (Theodor Hagen), dem er sogar nach Düsseldorf folgte. Dort fand er Zutritt zum Atelier Munkácsys und sieht das Gemälde „Die Charpiezupferinnen“, dessen Realismus ihn stark beeindruckte (er fühlte sich „mächtig angezogen“). Im Jahr darauf 1872 malt er in Holland „die Gänsezupferinnen“ (sie erinnern sich noch an Piloty und Székely?), ein Gemälde, das eine große Aufruhr über die ungeschönte Wiedergabe der Wirklichkeit hervorruft (A. Rosenberg: „Abschreckende Hässlichkeit in unverhülltester Abscheulichkeit“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgten im Laufe der Jahre Reisen nach Paris, vor allem wegen der Barbizon-Realisten, insbesondere wegen Millet, und später wegen der Impressionisten. Aber ein Versuch (1874), in den Kreis der Pariser Künstler eingeführt zu werden, scheitert, da diese alle Deutschen mieden. Und im Gegenzug, als ihm 1889 in Paris die Ehrenmedaille verliehen und die Ernennung zum „Ritter der Ehrenlegion“ angetragen wurde, musste er auf Geheiß der preußischen Regierung ablehnen. Sie verstehen jetzt, warum der Impressionismus so spät in Deutschland Fuß fasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebermann bereiste öfter und für längere Zeit Holland, dann Italien, Österreich, und immer wieder Paris und München. Er lernte dabei die bedeutendsten Künstler seiner Zeit kennen und schätzen. Zum Schluss (1884) ließ er sich, nein, nicht in Hintertupfingen, in Berlin ließ er sich nieder, der aufblühenden und mondänen Metropole Deutschlands. Dort ließ er nach einer Millionenerbschaft den Familiensitz am Pariser Platz 7, gleich neben dem Brandenburger Tor, mit einem Atelier erweitern, bei welcher Gelegenheit er sich sogar mit dem Kaiser anlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit wandelte er sich vom Kulturrebellen, „Schmutzmaler“, vom „Maler der armen Leute“ („Kartoffelernte“, „Korbflechterinnen“, „Konservenarbeiterinnen“, „Flachsscheuer“ u.v.a.), geprägt von einem nüchternen Naturalismus, zum Maler des Bürgertums und der mondänen Welt (Strandszenen, Judenviertel in Amsterdam, Tier- und Biergärten, Wannseegärten, viele Selbstportraits und Portraits des reichen Industrie- und Bankadels; es galt als Muss für einen reichen Berliner Juden, sich von Liebermann malen zu lassen), wobei er seinen eigenen impressionistischen Stil entwickelte. (Das heißt aber nicht, dass sich Liebermann von den armen Leuten abwandte, wofür die Zuneigung und Unterstützung Zilles ein Beweis ist.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch Jäger wandte er sich dabei nicht wie viele andere Künstler seiner Generation brüsk vom Stil der Väter ab, sondern lernte vielmehr behutsam von den französischen Impressionisten und benutzte deren Errungenschaften, so die Lichtregie, zur Belebung seiner Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufspaltung der Farben à la Monet entspricht in keinem Fall der Malerei Liebermanns: „…das mit den zerlegten Farben, das ist alles Unsinn, … die Natur ist einfach grau“. Seine Bilder enthalten immer eine Nuance Grau und Erdfarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir nun zur Ansicht einiger Bilder von Jäger und von Liebermann kommen, möchte ich noch auf die Rolle der Bilderrahmung bei beiden Malern hinweisen. Noch aus der Salonmalerei stammen die Maßstäbe für die Rahmung der Bilder, Maßstäbe, die sowohl bei Jäger als auch bei Liebermann weiterhin galten. Liebermann ist bekannt dafür, dass er zuweilen die Bilder bereits im Rahmen malte, nicht nur den letzten Schliff, sondern von Anbeginn. Zum Beispiel in „Die Papageienallee“ ist ihm der Pinsel über das Bild hinaus geglitten und hinterließ Spuren auf dem Rahmen, oder in einem Selbstbildnis sind die Ränder teilweise unbemalt geblieben; in einem Selbstbildnis sitzt er malend vor einem gerahmten Bild. Sein Motto „Erst im Rahmen sind Bilder schön“ galt auch für Jäger. In der Korrespondenz mit Kunden pflegte er eine Skizze von den bestellten Bildern samt Rahmungsvorschlägen zu machen. Auch sein Konzept für das Einwanderungstriptychon beinhaltete die Vorstellung vom Rahmen. Das zeigen zwei flüchtige Skizzen auf den Rückseiten von Karten, die er vermutlich während des Studienaufenthaltes in Deutschland anfertigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun einige Bilder gegenübergestellt:&lt;br /&gt;
Jäger							Liebermann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstbildnis					- Selbstbildnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Detail Einwanderungsbild (1910) 		- Altmännerhaus A‘dam (1880)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Mädchen auf Feldweg				- Kuhhirtin (1890)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Baumgruppe					- Allee in Overveen (1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Feldweg					- Dünen und Meer (1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Hühnerhof					- Papageienallee (1902)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Markt (Aquarell)				- Gemüsemarkt in A’dam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Markt (Öl)					- Judengasse in A’dam (1907)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Markt in Hatzfeld				- Judengasse in A’dam (1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Blumengarten am Haus			        - Wannseegarten (1928)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Skizze Einwanderungsbild			- Am Strand von Scheveningen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Brief an Kunden				- Papageienallee (Rahmen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Skizze auf Kartenrückseite			- Selbstbildnis (Rahmen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegenüberstellung Jäger/Liebermann möchte ich mit der Feststellung beenden, dass ihre Erfolgswelle – denn von einer solchen kann man wohl sprechen – sozusagen phasenverschoben verliefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recht vielversprechend begann Jägers Laufbahn mit dem Einwanderungsbild, dann folgte aber eine lange Zeit der fehlenden Beachtung und Armut, um dann fast zu spät noch mal in seinen letzten Lebensjahren als großer Künstler „staatlich anerkannt“ zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Liebermann musste sich viele Anfeindungen gefallen lassen, bis er dann fast schon 50-jährig große Anerkennung, Ehrung und Beliebtheit in seiner Heimatstadt erfuhr. Seine Beliebtheit währte bis zum Beginn der Nazizeit, als er als Jude verfemt und seine Malerei diffamiert wurde. Aus dieser Zeit stammt sein Spruch „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie viel ich kotzen möchte“. (Er ist also ein Naturalist geblieben!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und nun ein kleines Intermezzo&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist keine neue Erkenntnis, dass Jäger in seinen [[Skizzen]] sich als größeren Meister vorstellt. Sie sind der lebende Beweis für Liebermanns Worte über die Wichtigkeit der Skizze: „In der Skizze feiert der Künstler die Brautnacht mit seinem Werk; mit der ersten Leidenschaft und mit der Konzentration aller seiner Kräfte ergießt er sich in die Skizze, was ihm im Geiste vorgeschwebt hat, und er erzeugt im Rausche der Begeisterung, was keine Mühe und Arbeit ersetzen könnte“. (Demnach also fand Stefan Jäger Ersatz in seinem Junggesellenleben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Skizzen gegenüber wirken dann die im Atelier entstandenen, wiederholt gemalten Bilder oft etwas gestellt, gekünstelt, etwas affektiert und manieriert, eben wie es seinen schwäbischen Landsleuten gefiel. Zum Überleben musste er derartige Zugeständnisse machen. Hier in zwei Beispielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Drei Mädchen auf der Bank&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Dorfstraße am Sonntagvormittag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erkennen wir leicht Unregelmäßigkeiten, die komisch wirken. Wir dürfen diese aber nicht überbewerten, befindet er sich damit doch in bester Gesellschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Cézannes „Jüngling“ mit dem langen Arm, zu dem Max Liebermann bemerkte, „dieser Arm ist so schön, dass er gar nicht lang genug sein kann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Auf Angelika Kaufmanns „Plinius d.J. mit seiner Mutter“ finden wir zwei richtige linke Füße&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- In diesem Jahr war es überall zu sehen: Tischbeins „Goethe in der Campagna“. Füße sind schwer zu malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Etwas einfacher hat es sich der Heppenheimer Horst Antes mit seinem Kopffüßler-Goethe gemacht. Die Hauptsache ist ja der Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Und Cy Twombly mit seinem „Goethe in Italien“. Auf das Wesentliche kommt es an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit haben wir gleichzeitig die Reverenz unserem Dichterfürsten erwiesen, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr ja allerorts gefeiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stefan Jäger]] (1877-1962) und Heinrich Zille (1858-1929)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir Jäger und Zille vergleichen, so nicht wegen des ähnlichen Malstils. Die Themen sind es, die so ähnlich und doch so ganz anders sind. Beide sind Genremaler und die Maler ihrer Umgebung: Jäger unser Schwabenmaler und Zille der des Berliner „Milljöhs“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil stammte Zille gar nicht aus Berlin. Gebürtiger Sachse aus Radeburg bei Dresden war er, von wo seine Familie 1867 nach Berlin floh. Sein Vater war nämlich Schmied und Pleitier, und musste seinen nachstellenden Gläubigern entkommen, seine Frau und Kinder sich selbst überlassend. Mit allerlei Botendiensten half der 9-jährige Heinrich mit, das Leben im Berliner Osten zu meistern. Seinen Unterricht bei einem Zeichenlehrer bezahlte der 11-jährige mit selbstverdientem Geld, und auf dessen Rat begann er später die Lehre als Lithograph: Da sitze man in der warmen Stube, brauche nicht zu schwitzen. „Und dann wirst du mit Sie angeredet. Was willst du mehr?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war die Zeit nach dem siegreichen Deutsch-Französischen Krieg, die Zeit der „Gründerjahre“, die uns beim Anblick vom letzten Krieg verschont und erhalten gebliebenen Häuserzeilen mit den hohen, gefälligen Fronten Behaglichkeit und aufkommenden Wohlstand damals suggerieren. Aber Zille zeichnete Bilder, die die ungeschönte Wirklichkeit einer anderen Seite dieser Zeit zeigt: das Leben in den Hinterhöfen der Massenbauten, Elendsquartiere in feuchten Wohnungen und nassen Kellern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abends ging Zille zum Unterricht zu Professor Hosemann, ein damals berühmter Maler des Berliner Kleinbürgertums. Und von Hosemann kam der entscheidende Hinweis: „Gehen Sie lieber auf die Straße hinaus, ins Freie, beobachten Sie selber; das ist besser, als wenn Sie mich kopieren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Zille ging hinaus auf die Straßen des Berliner Ostens, auch dann noch, als er in Berlin-Charlottenburg in bescheidenem Wohlstand wohnte, und auch dann noch, als er ordentliches Mitglied der „Preußischen Akademie der Künste“ war, (übrigens vor allem auf den Vorschlag ihres damaligen Präsidenten, Max Liebermann, hin).&lt;br /&gt;
Man hat Zille einen Humoristen genannt. Es wäre treffender, ihn als Künstler mit Humor zu bezeichnen. Er war durchdrungen von jenem Humor, der nicht bloß auf Witz und Lachen abzielt, der von der Art ist, das man „trotzdem lacht“ und mit diesem Lachen die Trostlosigkeit des Alltags überwindet. Zille hatte selbst erlebt, dass auch das armseligste Leben nicht Stunde um Stunde armselig ist, dass es sich, wie jedes andere, zusammensetzt aus Höhen und Tiefen und allen Stufen dazwischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unbetroffenen schätzten ihn nicht überaus. Sie warfen ihm „Verunglimpfung Berlins und seiner Bewohner“ vor und: „Der Kerl nimmt einem ja die ganze Lebensfreude“; das völkische Blatt „Friedericus“ nannte ihn einen „Abort und Schwangerschaftsmaler“ und schrieb: „Verhülle, o Muse, dein Haupt“. In seinem „Milljöh“ des „fünften Standes, der Vergessenen“, wie er es nannte, aber nannte man Kinder nach ihm, war er Vertrauter auch von Huren und Asozialen, die ihm nicht geringer schienen als andere Menschen; da war er der „Pinselheinrich“ und „Vater Zille“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie anders war doch Jäger! Er war kein Vertrauter seiner Mitmenschen, er stürzte sich nicht mitten ins Volksgetümmel, er stand lieber beobachtend und skizzierend abseits, und ging als „Herrischer“ einher. Er war scheu und schien gehemmt und unsicher im Umgang mit Unbekannten oder nicht Ebenbürtigen gewesen zu sein. Er siezte Vierzehnjährige und hatte den Ruf, nicht zugänglich zu sein. Dieser Ruf schreckte dann wieder interessierte und interessante Gesprächspartner davor ab, auf ihn zuzugehen. Leider erst spät entdeckte man bei ihm Gesprächsfreudigkeit und Herzlichkeit, und zu selten suchte man dann nach Gelegenheiten, diese auszuschöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Jäger war ein rastloser Wanderer durch Feld und Flur, nahm als stiller Gast an allen Festen und Handlungen in seiner näheren und manchmal auch weiteren Umgebung teil. Unzählige Gemälde sowie hunderte von Aquarell-, Tusch- und Bleistiftskizzen stellen eine farbenfrohe, lebendige und vollkommene Dokumentation zur Volkskunde der Banater Schwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir nun einige Bilder von Stefan Jäger und Heinrich Zille selbst sprechen. Es wird uns dabei sicherlich nicht der große Kontrast zwischen den beiden Welten, Banat und Berlin, entgehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- hier Arbeit und Feierabend, Mehrgenerationenhaushalt, Einkindsystem; hier arbeiten und unterhalten sich die Großen, während die Kinder von den Großmüttern behütet werden, Wohlstand und heile Welt, selbst dann, als der schwäbische Bauer durch Enteignung sich in Notstand geraten glaubte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dort Armut, Elend, Arbeitslosigkeit, Haufen von Kindern, das Fehlen von alten Leuten, weil die Lebenserwartung so niedrig war&lt;br /&gt;
Ein Kontrast, zu dem ein anderer in Widerspruch zu stehen scheint, nämlich, dass es Zille stets besser und Jäger stets schlechter als ihren jeweiligen Modellen ging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun einige Bilder gegenübergestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jäger							Zille&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Selbstbildnis					- Selbstbildnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Studie Großmütter, Mütter, Kinder		- Zille und seine Modelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Mädchen vor dem Spiegel			- Rockraffendes Mädchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Großmütter mit Enkeln				- Große und...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Junge Mutter mit Kind				- ...kleine Mütter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Drei Mädchen in Tracht			- Drei Mädchen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Studie Schnitterin und Schnitter		- Straße als Spielplatz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Heuernte					- Wollt ihr weg von die Blumen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Arztbesuch					- Arzt und Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Mäusejagd					- Wanzenjagd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Heimkehr schwäbischer Bauern vom Feld	        - Lohntag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Heimkehr Banater Rumänen			- Feierabend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Heimkehr rumänischer Bauern (C. Baba)	        - In die Ferienkolonie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Fronleichnamsvorbereitung			- Erntedankfest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Bei der Vortänzerin				- Tanz in der Kaschemme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Tanz im Wirtshaus				- Tanzendes Paar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Neckendes Paar				- Die Venus mit dem Pelz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich zur abschließenden Würdigung Stefan Jägers komme, möchte ich mich noch für die schlechte Qualität mehrerer Jäger-Dias entschuldigen. Es liegt hauptsächlich an den Reproduktionen in den bisher erschienenen Büchern und Kalendern, die ich als Vorlage benutzte. Ich ergreife aber dieses Manko gleich als Gelegenheit, Franz Liebhards Anliegen aus 1977 über die Erstellung eines Buches mit Jägers Werken zu aktualisieren, und wiederhole seine damalige Frage, „…wer wohl Kraft und Begeisterung aufbrächte, mit diesem Buch unsere Bevölkerung zu beschenken.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Banater Schwaben dürfen es als Sternstunde unseres Kulturlebens empfinden, dass uns ein Dokumentarist vom Range Stefan Jägers beschieden war. Ob Jägers Natur ihn dazu veranlasste, sich nach Hatzfeld zurückzuziehen, oder ob Hatzfeld ihn so geprägt hat? Wer weiß das, vielleicht haben sich beide Gründe potenziert. (Kunst-)Historiker schätzen kontrafaktische Betrachtungen wenig. Dennoch, was wäre:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn Jäger an der Budapester Akademie hätte ausgebildet werden können oder wollen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn er in akademische Künstlerkreise geraten wäre mit weiterer Ausbildung in München oder Paris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn er in eine der vielen Künstlerkolonien „entführt“ worden wäre oder einer Sezession „verfallen“ wäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn er nicht heimatverbunden, stattdessen ein offener Weltbürger gewesen wäre, und sich in einer großen Stadt, Budapest oder „gar“ in Temeswar niedergelassen hätte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn er seiner impressionistischen Malweise nicht treu geblieben wäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wenn, wenn, wenn…?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wäre vielleicht in der großen Masse der Anpasser und der Neuerer-Nachahmer untergegangen und uns vielleicht unbekannt geblieben. Wer hätte dann die 250 Jahre lange Kulturgeschichte eines kleinen Volksstammes geschrieben? Eines Volksstammes, der im deutschen Mitteleuropa seine Wurzeln hatte und irgendwo auf dem Balkan untergegangen ist: der Banater Schwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literaturverzeichnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Cogniat, Raymond: Das Jahrhundert der Impressionisten. Köln/Mailand [ohne Jahr].&lt;br /&gt;
2. Fechter, Paul: Kleines Wörterbuch für Kunstgespräche. Gütersloh 1951.&lt;br /&gt;
3. Gross, Karl-Hans: Stefan Jäger – Maler seiner heimatlichen Gefilde. Sersheim&lt;br /&gt;
    Mannheim 1991.&lt;br /&gt;
4. Hansen, Dorothea: Max Liebermann – Der deutsche Impressionist. München 1996.&lt;br /&gt;
5. Liebhard, Franz: Begegnungen mit dem Meister. In: Neue Banater Zeitung vom 26.&lt;br /&gt;
    Mai 1977.&lt;br /&gt;
6. Malereilexikon. Zug 1986.&lt;br /&gt;
7. Nagel, Otto: H. Zille. Berlin 1955.&lt;br /&gt;
8. Podlipny-Hehn, Annemarie: Stefan Jäger. Bukarest 1972.&lt;br /&gt;
9. Reinoß, Herbert: Das neue Zille-Buch. Stuttgart 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1/ Die Teile des Triptychons stellen die Wanderung, die Rast und die Ankunft dar.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
-Die „Wanderung“ verlängert sich in die „Rast“ und diese reicht bis in die „Ankunft“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Badenser aus der „Rast“ grüßt zurück zu den Wanderern, was die Simultaneität und die dadurch beabsichtigte Dynamik verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Der Maler scheint auch eine Dynamik auf die seelische Verfassung der Kolonisten angewandt zu haben: In der „Wanderung“ trotten die Leute müde auf einem Feldweg dahin, dem Ziel der Reise entgegen, das für sie Ungewissheit bedeutet; aus ihren Zügen strahlt aber die Hoffnung auf Freiheit und eine neue Heimat. Im mittleren Teil lassen sich die Ansiedler erschöpft auf sumpfigen Steppenboden nieder; der Vater im Vordergrund blickt nachdenklich in die Ferne; andere sind misstrauisch, verzweifelt oder apathisch. Am Bestimmungsort angekommen, wo ihnen durch einen kaiserlichen Beamten halbfertige Häuser zugeteilt werden, gibt es wieder Grund zu Zuversicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Ich möchte noch auf den besonderen Aufbau der „Ankunft“ hinwiesen: Durch die Anordnung der Hauptgruppe (die Männer mit dem Beamten) hinter die Nebengruppe im Vordergrund, also sozusagen verkehrte Verhältnisse, bekommt die Komposition mehr Leben und die Landschaft mehr Weite und Monumentalität, (ein Beweis der guten Schule unter Székely).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2/ In diesem Sinne sei nicht so sehr auf die Liebe zum Detail hingewiesen, wie etwa auf die verdreckten Schuhe, auf den zerrissenen Rock oder auf die Hausnummer (32 war die seines Gertjanoscher Hauses), sondern mehr auf das, was diesem Gemälde seinen hohen Wert eines geschichtlich-ethnographischen Dokumentes verleiht. Nämlich, erst auf Grund Jägers minutiösen Studien der mannigfaltigsten Trachten in den verschiedenen Herkunftsgebieten Deutschlands an Ort und Stelle, beginnend vom Schuhwerk über die Frisur bis zur Kopfbedeckung konnten sich die Banater Schwaben ein genaues Bild von ihren Ahnen machen. Von den ursprünglichen Trachten blieben ja lediglich Grundschnitte gewahrt; denn mit schnellem Wohlstand und Reichtum wurde die Festtagstracht immer pompöser, ja protziger.&lt;br /&gt;
Betrachten wir uns mal einige Trachten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Detail aus der „Wanderung“: Schwarzwälder mit Bundhose, Elsässer mit Röhrenhose, Württemberger mit Dreispitz und „Überzieher“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Detail „Rast“ Mitte: die Frau in Schwarzwälder Tracht mit kegelstumpfartiger Stellhaube, dahinter am Feuer sitzen drei Hessen, Pfälzer Tracht bei dem liegenden Mann und der stillenden Frau, auf deren Kleiderbündel die typische zylindrische Stellhaube abgelegt ist; der Winkende ist Badenser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Auf der „Ankunft“ sind u.a. Lahner (die Familie links im Vordergrund, Mutter und Mädchen tragen typische Stellhauben) und Lothringer (unter den Männern mit dem Beamten) zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Männer durchwegs bartlos sind, manche einen Zopf, einen sog. „Schnatz“ tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typoskript]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzbiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tripychon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vergleich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertung]]&lt;/div&gt;</summary>
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