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	<title>ART:0849 - Die Ausstellung in Gertianosch 1910 - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Nikolaus am 29. Juni 2017 um 09:35 Uhr</title>
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		<updated>2017-06-29T09:35:57Z</updated>

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Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen Forschungsinstitut der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des Scherter-Hauses (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Mașloc|Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in [[Mașloc|Blumenthal]] im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in [[Mașloc|Blumenthal]]. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Gönner|Adam Röser]]s blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Gönner|Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei [[Gönner|Röser]]. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. 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Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen Forschungsinstitut der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des Scherter-Hauses (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Mașloc|Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in [[Mașloc|Blumenthal]] im Haus Nr. 62 untergebracht. 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Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Gönner|Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Gönner|Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Gönner|Anton Gamauf]], [[Gönner|Adam Röser]], [[Gönner|Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das „große&amp;quot; [[WK:0376|Einwanderungsbild]] wurde in einem Zeitraum von vier Jahren fertig gestellt. 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Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Gönner|Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Gönner|Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Gönner|Anton Gamauf]], [[Gönner|Adam Röser]], [[Gönner|Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. Matz Hoffmanns Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „[[Gönner|Röser]] fand das ursprüngliche Einwanderungsbild in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museum]]s zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. Matz Hoffmanns Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „[[Gönner|Röser]] fand das ursprüngliche Einwanderungsbild in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museum]]s zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Gönner|Adam Röser]]s blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Gönner|Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei [[Gönner|Röser]]. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. Inzwischen geriet [[Gönner|Röser]] durch Fehlspekulationen der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Sparkasse in materielle Schwierigkeiten und die materielle Lage des jungen Künstlers [[Stefan Jäger|Jäger]] war auch nicht die beste. Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen Forschungsinstitut der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des Scherter-Hauses (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in Blumenthal im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in Blumenthal. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Gönner|Adam Röser]]s blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Gönner|Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei [[Gönner|Röser]]. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. Inzwischen geriet [[Gönner|Röser]] durch Fehlspekulationen der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Sparkasse in materielle Schwierigkeiten und die materielle Lage des jungen Künstlers [[Stefan Jäger|Jäger]] war auch nicht die beste. Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen Forschungsinstitut der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des Scherter-Hauses (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;[Mașloc|&lt;/ins&gt;Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. 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Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen [[Forschungsinstitut]] der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des [[Scherter-Hauses]] (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in Blumenthal im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in Blumenthal. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Gönner|Adam Rösers]] blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Gönner|Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei [[Gönner|Röser. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. Inzwischen geriet [[Gönner|Röser]] durch Fehlspekulationen der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Sparkasse in materielle Schwierigkeiten und die materielle Lage des jungen Künstlers [[Stefan Jäger|Jäger]] war auch nicht die beste. Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen [[Forschungsinstitut]] der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des [[Scherter-Hauses]] (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in Blumenthal im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in Blumenthal. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Nikolaus</name></author>
		
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		<title>Nikolaus am 22. Februar 2016 um 15:20 Uhr</title>
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		<updated>2016-02-22T15:20:44Z</updated>

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Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Gönner|Adam Röser]] und [[Gönner|Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. Der Vorsitzende des [[Vereine|Kasinovereins]], [[Johann Walzer]], unterzog das Bild einer kritischen Betrachtung und beanstandete auf höfliche Weise, dass die Personen im Bilde nicht mit der Originaltracht der Einwanderungszeit bekleidet sind. Seiner Meinung schlossen sich dann auch andere Mitglieder des [[Vereine|Kasinovereins]] an, vor allem der Vorsitzende des [[Vereine|Gewerbevereins]] [[Gönner|Anton Gamauf]]. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat darauf die berechtigte Kritik anerkannt und gewürdigt. Angeregt von [[Johann Walzer]] wurde beschlossen, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] nach Deutschland fährt, um die Volkstracht der Einwanderungszeit zu studieren. Das geschah dann auch im Jahre 1906.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mit großer Erwartung waren viele zur Bildenthüllung nach [[Cărpiniș|Gertianosch]] gekommen. Schöpfer dieses Bildes ist der Kunstmaler [[Stefan Jäger]] - damals 33 Jahre alt. Geboren wurde [[Stefan Jäger]] am 28. Mai 1877 in der Gemeinde [[Cenei|Tschene]] (ung. [[Cenei|Csene]], rum. [[Cenei]]), unweit von [[Cărpiniș|Gertianosch]]. Er war das zweite Kind seiner Eltern - Vater: Barbier und Feldscher [[Franz Jäger]], Mutter: [[Magdalena_Schuller|Margareta]] Schuler&amp;lt;ref&amp;gt;richtig Magdalena Schuller&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Biled|Billed]]. Er hatte noch einen älteren Bruder. Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Gönner|Adam Röser]] und [[Gönner|Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. Der Vorsitzende des [[Vereine|Kasinovereins]], [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Johann Walzer]], unterzog das Bild einer kritischen Betrachtung und beanstandete auf höfliche Weise, dass die Personen im Bilde nicht mit der Originaltracht der Einwanderungszeit bekleidet sind. Seiner Meinung schlossen sich dann auch andere Mitglieder des [[Vereine|Kasinovereins]] an, vor allem der Vorsitzende des [[Vereine|Gewerbevereins]] [[Gönner|Anton Gamauf]]. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat darauf die berechtigte Kritik anerkannt und gewürdigt. Angeregt von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Johann Walzer]] wurde beschlossen, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] nach Deutschland fährt, um die Volkstracht der Einwanderungszeit zu studieren. Das geschah dann auch im Jahre 1906.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Gönner|Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Gönner|Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Gönner|Anton Gamauf]], [[Gönner|Adam Röser]], [[Gönner|Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das „große&amp;quot; [[WK:0376|Einwanderungsbild]] wurde in einem Zeitraum von vier Jahren fertig gestellt. 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		<title>Nikolaus am 21. Februar 2016 um 07:10 Uhr</title>
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Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Adam Röser]] und [[Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. Der Vorsitzende des [[Vereine|Kasinovereins]], [[Johann Walzer]], unterzog das Bild einer kritischen Betrachtung und beanstandete auf höfliche Weise, dass die Personen im Bilde nicht mit der Originaltracht der Einwanderungszeit bekleidet sind. Seiner Meinung schlossen sich dann auch andere Mitglieder des [[Vereine|Kasinovereins]] an, vor allem der Vorsitzende des [[Vereine|Gewerbevereins]] [[Gönner|Anton Gamauf]]. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat darauf die berechtigte Kritik anerkannt und gewürdigt. Angeregt von [[Johann Walzer]] wurde beschlossen, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] nach Deutschland fährt, um die Volkstracht der Einwanderungszeit zu studieren. 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Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Adam Röser]] und [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. 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Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Gönner|Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Gönner|Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Gönner|Anton Gamauf]], [[Gönner|Adam Röser]], [[Gönner|Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das „große&amp;quot; [[WK:0376|Einwanderungsbild]] wurde in einem Zeitraum von vier Jahren fertig gestellt. In diese Zeitspanne fällt auch die Studienreise [[Stefan Jäger|Jägers]], die er nach Deutschland unternommen hatte, um zweckentsprechende Vorarbeiten für die Verwirklichung dieses Bildes zu leisten. Den [[Cărpiniș|Gertianosch]]ern ist es zu verdanken, dass diese Reise und damit das Bild der „[[WK:0376|Einwanderung]]&amp;quot; überhaupt zustande kommen konnte, denn der zündende Funke zu diesem Vorhaben wurde in dieser Gemeinde gelegt. Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Gönner|Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Gönner|Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Gönner|Anton Gamauf]], [[Gönner|Adam Röser]], [[Gönner|Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. [[Matz Hoffmanns]] Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „Röser fand das [[ursprüngliche Einwanderungsbild]] in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museums]] zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. [[Matz Hoffmanns]] Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „Röser fand das [[ursprüngliche Einwanderungsbild]] in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museums]] zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<title>Nikolaus am 20. Februar 2016 um 15:07 Uhr</title>
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		<updated>2016-02-20T15:07:53Z</updated>

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Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Adam Röser]] und [[Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. Der Vorsitzende des [[Vereine|Kasinovereins]], [[Johann Walzer]], unterzog das Bild einer kritischen Betrachtung und beanstandete auf höfliche Weise, dass die Personen im Bilde nicht mit der Originaltracht der Einwanderungszeit bekleidet sind. Seiner Meinung schlossen sich dann auch andere Mitglieder des [[Vereine|Kasinovereins]] an, vor allem der Vorsitzende des [[Vereine|Gewerbevereins]] [[Anton Gamauf]]. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat darauf die berechtigte Kritik anerkannt und gewürdigt. Angeregt von [[Johann Walzer]] wurde beschlossen, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] nach Deutschland fährt, um die Volkstracht der Einwanderungszeit zu studieren. Das geschah dann auch im Jahre 1906.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Mit großer Erwartung waren viele zur Bildenthüllung nach [[Cărpiniș|Gertianosch]] gekommen. Schöpfer dieses Bildes ist der Kunstmaler [[Stefan Jäger]] - damals 33 Jahre alt. Geboren wurde [[Stefan Jäger]] am 28. Mai 1877 in der Gemeinde [[Cenei|Tschene]] (ung. [[Cenei|Csene]], rum. [[Cenei]]), unweit von [[Cărpiniș|Gertianosch]]. Er war das zweite Kind seiner Eltern - Vater: Barbier und Feldscher [[Franz Jäger]], Mutter: [[Magdalena_Schuller|Margareta]] Schuler&amp;lt;ref&amp;gt;richtig Magdalena Schuller&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Biled|Billed]]. Er hatte noch einen älteren Bruder. Mit der Verwirklichung des „[[WK:0376|Großen Einwanderungsbildes]]&amp;quot; war dem jungen Künstler während der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Festlichkeiten ein Erfolg beschieden. Das Triptychon besteht aus drei großflächigen Teilbildern, die bei den Festlichkeiten wie folgt benannt wurden: „1. [[WK:0376#Wanderung|Am Wege der Wanderung]]; 2. [[WK:0376#Rast|Rast beim Ankommen in der neuen Heimat]]; 3. [[WK:0376#Ankunft|Die eigentliche Ansiedlung]]&amp;quot;. Zum [[WK:0376|Einwanderungsbild]] gibt es mehrere Varianten. Es ist überliefert, dass [[Stefan Jäger]] ein [[WK:0376|Einwanderungsbild]] früheren Datums auf Betreiben von [[Adam Röser]] und [[Jakob Knopf]] gemalt hat. [[Stefan Jäger|Jäger]] kam schon damals die Inspiration ein dreiteiliges Bild zu malen. Das fertige Bild war ca. 3 Meter lang und wurde zur Besichtigung im [[Cărpiniș|Gertianosch]]er [[Vereine|Kasinoverein]] ausgestellt. Der Vorsitzende des [[Vereine|Kasinovereins]], [[Johann Walzer]], unterzog das Bild einer kritischen Betrachtung und beanstandete auf höfliche Weise, dass die Personen im Bilde nicht mit der Originaltracht der Einwanderungszeit bekleidet sind. Seiner Meinung schlossen sich dann auch andere Mitglieder des [[Vereine|Kasinovereins]] an, vor allem der Vorsitzende des [[Vereine|Gewerbevereins]] [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Anton Gamauf]]. [[Stefan Jäger|Jäger]] hat darauf die berechtigte Kritik anerkannt und gewürdigt. Angeregt von [[Johann Walzer]] wurde beschlossen, dass [[Stefan Jäger|Jäger]] nach Deutschland fährt, um die Volkstracht der Einwanderungszeit zu studieren. Das geschah dann auch im Jahre 1906.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das „große&amp;quot; [[WK:0376|Einwanderungsbild]] wurde in einem Zeitraum von vier Jahren fertig gestellt. In diese Zeitspanne fällt auch die Studienreise [[Stefan Jäger|Jägers]], die er nach Deutschland unternommen hatte, um zweckentsprechende Vorarbeiten für die Verwirklichung dieses Bildes zu leisten. Den [[Cărpiniș|Gertianosch]]ern ist es zu verdanken, dass diese Reise und damit das Bild der „[[WK:0376|Einwanderung]]&amp;quot; überhaupt zustande kommen konnte, denn der zündende Funke zu diesem Vorhaben wurde in dieser Gemeinde gelegt. Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[Anton Gamauf]], [[Adam Röser]], [[Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Das „große&amp;quot; [[WK:0376|Einwanderungsbild]] wurde in einem Zeitraum von vier Jahren fertig gestellt. In diese Zeitspanne fällt auch die Studienreise [[Stefan Jäger|Jägers]], die er nach Deutschland unternommen hatte, um zweckentsprechende Vorarbeiten für die Verwirklichung dieses Bildes zu leisten. Den [[Cărpiniș|Gertianosch]]ern ist es zu verdanken, dass diese Reise und damit das Bild der „[[WK:0376|Einwanderung]]&amp;quot; überhaupt zustande kommen konnte, denn der zündende Funke zu diesem Vorhaben wurde in dieser Gemeinde gelegt. Hier fanden sich einige beherzte Männer, die mit Wort und Tat für das Zustandekommen eines großformatigen Gemäldes eintraten und den Künstler in konkreter Weise unterstürzten, damit er die vorgesehenen Studien im Ausland anstellen konnte. Dabei ging es den [[Cărpiniș|Gertianosch]]rn in erster Reihe darum, geldliche Mittel zur Verfügung zu erstellen, um den Lebensunterhalt des Künstlers während seines Aufenthalts in Deutschland zu sichern. Durch persönliche Sammlungen, die ausschließlich in [[Cărpiniș|Gertianosch]] getätigt wurden, und durch öffentliche Veranstaltungen von Seiten der Mitglieder einiger Vereine kam eine ansehnliche Geldsumme zusammen. Insbesondere der [[Vereine|Bauern-]] und der [[Vereine|Gewerbeverein]] hatte, durch verschiedene Aktionen und durch individuelle Spenden der Mitglieder, eine vorrangige Stellung eingenommen. Lehrer [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Simon Kreppel]] notierte seinerzeit auf der Rückseite einer zeitgenössischen Fotografie von der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Ausstellung im Jahre 1910 die Namen der Spender (mit Summe), die durch freiwillige Beiträge dem großzügig begonnenen Unterfangen eine tatkräftige Unterstützung angedeihen ließen. Insgesamt 4.560 Kronen ergaben sich aus den Beiträgen. Die Spenderliste war von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Johann Walzer]] mit einer Eintragung von 200 Kronen angeführt, gefolgt von [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Anton Gamauf]], [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Adam Röser]], [[&lt;ins class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;Gönner|&lt;/ins&gt;Jakob Knopf]] u.a.m. wie auch von verschiedenen Vereinen und Bürgern. Weil man damals in dem vorrangig von der Landwirtschaft beherrschten Gebiet alles in „Frucht&amp;quot; (Weizen) umzurechnen und zu verrechnen gewohnt war, sei erwähnt, dass man diese Summe - unter den damaligen ökonomischen Gegebenheiten - dem Gegenwert von 4 ½ Waggon Weizen gleichsetzen konnte. Ob man in Kronen (viereinhalb Tausend) oder in Weizen (45 Tonnen) verrechnet, es war gewiss eine ganz ansehnliche und respektable Spende, dennoch aber „bescheiden&amp;quot; genug für ein Bild der [[WK:0376|Einwanderung]], wie es [[Stefan Jäger|Jäger]] für alle seine Landsleute und deren Nachkommen zu malen imstande war und dessen Wert heute nicht mehr mit „Dukaten&amp;quot; aufzuwiegen ist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. [[Matz Hoffmanns]] Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „Röser fand das [[ursprüngliche Einwanderungsbild]] in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museums]] zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;In Dr. [[Matz Hoffmanns]] Monographie aus dem Jahre 1935, Seite 57, heißt es: „Röser fand das [[ursprüngliche Einwanderungsbild]] in seinen Maßen zu klein. So musste [[Stefan Jäger|Jäger]] ein zweites schaffen. Es ist das heute bekannte.&amp;quot; Darum lässt sich in eindeutiger Weise ableiten, dass ein erstes, von Dr. Hoffmann als „ursprüngliches&amp;quot; bezeichnetes Einwanderungsbild nicht nur existierte, sondern auch kleinere Ausmaße (3 m lang) als das „Original&amp;quot; (das uns bekannte) gehabt hat. Das Originalbild ist heute Eigentum des [[Banater Museums]] zu [[Timișoara|Temeswar]]. Es ist 6 Meter lang (breit) und 2 Meter hoch.&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Adam Rösers]] blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei Röser. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. Inzwischen geriet Röser durch Fehlspekulationen der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Sparkasse in materielle Schwierigkeiten und die materielle Lage des jungen Künstlers [[Stefan Jäger|Jäger]] war auch nicht die beste. Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen [[Forschungsinstitut]] der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des [[Scherter-Hauses]] (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in Blumenthal im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in Blumenthal. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Es sei angeführt, dass angeblich das erste, also kleinere ursprüngliche Einwanderungsbild im Besitze [[Adam Rösers]] blieb, das zweite, große, aber wurde gemeinsamer Besitz von [[Adam Röser]] und Kunstmaler [[Stefan Jäger]]. Es blieb vorübergehend in Aufbewahrung bei Röser. Dann nahm es [[Stefan Jäger|Jäger]] zu sich nach [[Jimbolia|Hatzfeld]]. Inzwischen geriet Röser durch Fehlspekulationen der [[Cărpiniș|Gertianosch]]er Sparkasse in materielle Schwierigkeiten und die materielle Lage des jungen Künstlers [[Stefan Jäger|Jäger]] war auch nicht die beste. Sie beschlossen daher, das im gemeinschaftlichen Besitz befindliche große [[WK:0376|Einwanderungsbild]] zu verkaufen. Es wurde für 2.000 Kronen von der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] angekauft, wahrscheinlich noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. So kam das Bild in den Besitz der Stadt [[Timișoara|Temeswar]] und in das [[Banater Museum|Städtische Museum]] in der Lonovicsgasse. Durch die historischen Ereignisse der Nachkriegszeit (Dreiteilung des Banats) übergeht es schließlich in rumänischen Besitz. Im Jahre 1922 stand das Gemälde in einem Saal des ersten Stockwerkes des Museums (Lonovicsgasse) an die Wand gelehnt, hinter vielem anderem Tand verborgen. Der große Rahmen des Kunstwerks war aus den Fugen gegangen und in drei Teile zerlegt. Staub und Moder ließen die Farben nicht mehr zum Ausdruck kommen. Das für unseren Volkstamm so wertvolle historische Kunstwerk befand sich in einem fortschreitenden Verwitterungszustand. In den anfänglichen 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts findet das große Triptychon einen neuen Besitzer. Es wurde auf dem Tauschwege, für zwei andere Bilder, von dem damals eine zeitlang bestandenen [[Forschungsinstitut]] der Deutschen Volksgruppe in Rumänien übernommen und in den Räumen des [[Scherter-Hauses]] (Eminescugasse) ausgestellt. Es nahm an der Stirnwand des großen Saales eine überragende Stellung ein. Hier blieb es bis zum Spätsommer des Jahres 1944, als es auf Anweisung nach [[Blumenthal]] „evakuiert&amp;quot; wurde, um es vor eventuellen Bombardierungen zu schützen. Zu diesem Zwecke hatte man die drei Teilbilder des Triptychons von den Holzrahmen abgetragen, eingerollt und in Blumenthal im Haus Nr. 62 untergebracht. In der Zeit der einsetzenden Wirren blieb das in Rollen zusammengewickelte Gemälde in Blumenthal. Bei diesen Manipulationen wurden die drei Teile des Gemäldes beschädigt. Nach den Kriegsereignissen wurde das Gemälde dem [[Banater Museum|Temeswarer Museum]] übergeben. Dort lag es aus „politischen Gründen&amp;quot; gut über ein Jahrzehnt „bestens konserviert&amp;quot; im Keller.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Nikolaus</name></author>
		
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